Neustadt Kindergarten kann bis zu 1,3 Millionen Euro kosten

Der Neubau der Kindertagesstätte St. Martin wird vorangetrieben. Bei der nächsten Sitzung des Ortsgemeinderates solle auch die vorläufige Honorarabrechnung des Architekturbüros „Lampe-Vier“ beschlossen werden, erklärte der St. Martiner Ortsbürgermeister Timo Glaser (CDU).
Bereits im vergangenen Jahr hat sich der Ortsgemeinderat dafür ausgesprochen, eine neue Kindertagesstätte zu bauen. Die entsprechenden Vorplanungen hat das Architekturbüro „Lampe-Vier“ aus Landau übernommen. Der Hauptausschuss des Gemeinderats hat sich laut Glaser dafür ausgesprochen, auch weiterhin mit diesem Büro zusammenzuarbeiten. Die Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben prüfe derzeit die Planunterlagen des Büros. Nach den Berechnungen von „Lampe-Vier“ belaufen sich die Gesamtkosten für den Neubau auf 1,2, maximal 1,3 Millionen Euro, legte Glaser dar; genauere Details lägen aber noch nicht vor. „Erst wenn das Büro tatsächlich beauftragt sein wird, werden wir belastbare Zahlen bekommen“, betonte er. Nach derzeitigem Stand erhalte das Architekturbüro ein Honorar von 97.000 Euro. Diese Summe könne sich aber bis zur Endplanung noch verändern. Glaser merkte an, dass beim Land und beim Kreis Zuschüsse für den Neubau beantragt seien. Bis dato habe er jedoch noch keine Zusagen. „Wir sollten den Plan für den Neubau nicht verabschieden, solange wir keine Übersicht über die genauen Kosten haben und auch nicht wissen, wie wir das Projekt finanzieren“, warf Ratsmitglied Willi Kohl (SPD) ein. Es stellten sich die Fragen: „Was haben wir an Eigenmitteln zur Verfügung? Wie hoch wird der Kredit sein, den wir aufnehmen müssen, was können wir veräußern?“ Peter Hiery (FWG) fragte nach, weshalb es für den Neubau keine öffentliche Ausschreibung gegeben habe. Zumindest ein zweiter Vorschlag hätte eingeholt werden können. Das Architekturbüro „Lampe-Vier“ habe sich bereits im Vorfeld mit dem Vorhaben befasst und könne außerdem auf langjährige Erfahrungen im Bereich Kindergarten-Neubauten zurückblicken, erwiderte Glaser. Darüber hinaus hätten andere Büros durchaus auf die Gemeinde zugehen und sich bewerben können, „das ist sogar üblich“. Eine Ausschreibung hätte außerdem eine zusätzliche Zeitverzögerung bedeutet, „was wir uns in Anbetracht gesetzten Frist kaum leisten können“, sagte Glaser. Bis Ende 2015 läuft der Vertrag zwischen Kirche und politischer Gemeinde aus; das heißt, dass bis zu diesem Zeitpunkt der Neubau stehen sollte. (giw)