Neustadt Kerwe: Mit Schlebes, Köbes und Kuckuck

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ELMSTEIN. Mit einem besonderen Gag, einem menschlichen „Kuckuck“, wurde die Elmsteiner Kerwe am Freitagabend eröffnet.

Freitagabend: Eine Frau reicht durch die Holzstäbe eines mit einem Tuch bedeckten Käfigs einen Krug Bier. Nach Gesang und Posaunenklängen, Begrüßung durch den neuen Bürgermeister, Stefan Herter, und Sprüchen der wieder belebten Elmsteiner Traditionsfiguren Köbes (Konrad Leising) und Schlebes (Georg Roth) räkelt sich die Elmsteiner Symbolfigur, der Kuckuck, aus dem Käfig, klappt die Flügel aus und flattert über den Rasen in Richtung Kerweplatz. In der Maske steckt Björn Zwing. Später schuhplattelt er mit dem VfL-Männerballett, gestern war er in einem Cabriolet beim Umzug und als Kerweredner. Morgen, Dienstag, fangen Mädels und Jungs ihn mit einem Netz zum Kerweausklang gegen 19 Uhr wieder ein. Das Kerwekomitee hat die Figur erdacht, um die Kerwe attraktiver zu machen. Früher wurde eine Taube freigelassen, stieg auf und verschwand. Auch die Schubkarrenrennen für Kinder und Erwachsene hat das Team neu inszeniert für heute ab 18.30 Uhr wieder auf der Strecke Bahnhofstraße. Für die Besten sind stattliche Sach- und Geldpreise zu gewinnen. Nennungen sind kurz vor dem Start und Ziel Rathaus noch möglich. Bis dahin dürfte so mancher Elmsteiner die gepfefferte Kerwerede, die ein Ghostwriter verfasst hat und vom Kuckuck vorgetragen wurde, verdaut haben: Nach dem Umzug, bei dem für Herter eigens ein Boot gebaut wurde. Pfarrer Gerhard Burgard und Messdienern wollten mit ihrer Teilnahme an den Ursprung der Kerwe, die Kirchweih, erinnern. Themen der Kerwerede waren die wegen Tretminen zur „Hundepromenade“ erklärte Bahnhofsstraße, eine Szene, die ein Passant als Peepshow nutzte, „Sexdisziplin“ in einem Sportverein, und der „alde Bojemäschder.“ (awk)

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