Neustadt Keine Sorge wegen zweiter Gebietsreform-Stufe

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Die Verbandsgemeinde Maikammer stehe wie Deutschland insgesamt durch die vielen Flüchtlinge vor historischen Aufgaben, die sie nur mit Hilfe der engagierten ehrenamtlich tätigen Bürger meistern werde. Das sagte Bürgermeister Karl Schäfer beim Neujahrsempfang für Vorsitzende von Vereinen und Organisationen am Dienstagabend.

Nachdem der Verfassungsgerichtshof im Sommer 2015 die Zwangsfusion mit der Verbandsgemeinde Edenkoben für verfassungswidrig und damit nichtig erklärt hatte, brauche Maikammer die zweite Stufe der Reform 2019 nicht zu fürchten, sagte Schäfer. Hier gehe es in erster Linie um die Fusion von Landkreisen und die Einkreisung kreisfreier Städte. „Dies aber nur, wenn die neue Landesregierung dies überhaupt verfolgt“, so Schäfer. Als Projekte für 2016 nannte der Bürgermeister Umbau und Sanierung des Kalmitbades, die Einrichtung einer neuen Küche in der Grundschule Maikammer für die Essensausgabe bei der Schülerbetreuung, die Verbesserung der Sanitäranlagen in der Grundschule Kirrweiler sowie die Sanierung der Außenanlagen der Grundschule St. Martin. Schäfer nannte als Motto für das Jahr 2016 das Wort des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer: „Je mehr ein Mensch zu hoffen wagt, desto größer wird er mit seiner Hoffnung.“ „Gehen wir mit Optimismus in die Zukunft“ , appellierte er an die Anwesenden. Eine Abordnung von drei der 78 in Maikammer gelandeten Flüchtlingen war beim Neujahrsempfang und führte in recht gutem Deutsch Gespräche mit anderen Gästen. Die beiden Syrer Garo Hanna (32) und Nazir Alsaad (39) sowie der aus Eritrea stammende Abraham Anyosom (21) sind glücklich, nach Jahren der Flucht angekommen zu sein. Sie fühlen sich, wie sie sagen, in Maikammer aufgenommen und heimisch und suchen dringend Arbeit. „Nur kriegt die Bürokratie das nicht auf die Reihe“, ärgerte sich Regine Bartenbach-Faul im Gespräch. Die Presbyterin und Bezirkssynodale hatte einen Asylanten einen Tag lang durch das Ämterlabyrinth begleitet. Die eine Stelle schiebe die Verantwortlichkeit auf die andere. Es gebe keine Grundordnung für Behördengänge, beklagt Bartenbach-Faul. Bei weiter zu erwartenden Flüchtlingen sollten die Politiker ihre Entscheidungen besser nach Kenntnis der täglichen Praxis fällen als am grünen Tisch, meint sie. (stgi)

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