Neustadt Keine Angst vor falschen Tönen

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Deidesheim. Woher die Idee ursprünglich stammt, lässt sich wie bei so vielen basiskulturellen Phänomenen nicht mehr genau sagen. Vielleicht aus Skandinavien, vermutet der Neustadter Musiker und Konzertveranstalter Rainer Klundt. Fest steht jedenfalls, dass das kollektive Karaoke-Singen dank Klundt jetzt auch in der Pfalz angekommen ist: Die Premiere gibt’s am kommenden Mittwoch in Deidesheim.

„Singen macht glücklich und gesund“, ist Klundt überzeugt, und besonders gelte das für das Singen in der Gemeinschaft. Chöre und andere feste Einrichtungen sind aber auch nicht jedermanns Sache. Darauf setzt der Neustadter mit seinem Karaoke-Angebot, das an Vorbilder aus dem Norden Deutschlands anknüpft. Dort ist das kollektive Singen vor einer Leinwand, auf die die Texte projiziert werden, bereits seit längerem unter Titeln wie „Rudelsingen“ oder „Frau Höpker bittet zum Gesang“ im Schwange. Beim Pfälzer Ableger werden Klundt selbst und der Speyerer DJ und Sänger Peter Volk für Klavierbegleitung und/oder Halbplayback sorgen. Sie treffen auch die Auswahl der Songs, die von „Abba“ bis Zappa reichen solle. Das Publikum darf aber Wünsche fürs nächste Mal äußern. Drei Sets à je acht Titel haben Klundt und Volk vorgesehen. „Queen“, die „Beatles“, die „Monkeys“, „Status Quo“, „Abba“, „Tote Hosen“ „Spider Murphy Gang“, Marianne Rosenberg, Robbie Williams und Udo Lindenberg, aber auch „Der Mond ist aufgegangen“ zählt Klundt die Nummern für die Premiere aus dem Gedächtnis auf. Zum Abschluss gibt’s immer „Je ne regrette rien“ von Edith Piaf. Eine wichtige Voraussetzung bei der Auswahl: Die Songs dürfen nicht zu schwer sein. Rund 300 Leute passen in den Saal der „Casino Lounge“, wo das Event in der kommenden Woche steigt. Wenn tatsächlich so viele kommen und singen, dürfte es also ein schönes Klangerlebnis geben. Das war aber auch schon bei einer nicht-öffentlichen Vorpremiere im März mit rund 60 geladenen Gästen gegeben. Wenn das Ganze ein Erfolg wird, soll es an anderen Orten der Region fortgesetzt werden. Pläne gebe es schon für Mannheim, Landau und Speyer, so Klundt.

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