Neustadt „Kein Raum ist so geblieben, wie er war“

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In drei Jahren wurde das Altenzentrum in Deidesheim erweitert und rundum modernisiert. Nach der Zusammenlegung mit dem Bürgerhospital hatte die Caritas vier Millionen Euro in einen Erweiterungsbau investiert. Das Heim mit dem Namen Caritas-Altenzentrum (CAZ)-Stiftung Bürgerhospital bietet Platz für 110 Bewohner. Am Sonntag wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nun konnten Deidesheimer Bürger und Interessenten sich das Ergebnis mit eigenen Augen anschauen. Einen Ansturm von Besuchern gab es am Sonntag beim Tag der offenen Tür. Der Bereich vor dem Eingang gleicht an diesem Tag einem belebten Straßencafé. Zahlreiche Besucher genießen Speisen und Getränke, es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. „Es ist hell. Und es riecht gut“, sagt eine Besucherin beim Betreten des Gebäudes. Die Wartezeit bis zur nächsten Führung überbrücken viele Gäste bei Kaffee und Kuchen. So begehrt sind die begleiteten Rundgänge, dass schon beim ersten die Besucher in zwei Gruppen geteilt werden mussten. Verena Renner, Leiterin der Einrichtung, freut sich, dass der Tag der offenen Tür mit Informationen, Musik und Kinderprogramm so gut ankommt. Eine Gruppe von Besuchern schließt sich Sozialarbeiterin Anke Dangl an und besichtigt zunächst den Bereich „Weinbach“. Hier dominiert die Farbe Blau, während der „Wiesengrund“ in Grün, das „Abendrot“ in Rot und der „Bernstein“ in Gelb gehalten sind. Die konsequente Farbgebung erleichtert alten Menschen ebenso wie ihren Besuchern die Orientierung. In einem großen Aufenthaltsbereich sitzen Bewohner mit Besuchern zusammen, die tief nach unten gezogenen Fenster ermöglichen auch Rollstuhlfahrern den Blick nach draußen auf den Stadtplatz. Auch die Zimmer sind hell. Jedes verfügt über ein großes, auch für Rollstuhlfahrer bequem zugängliches Bad mit ebenerdiger Dusche. Die renovierten Altbauzimmer gehen auf einen überdachten Balkon hinaus. „Schon schön gemacht“, sagen ein paar Besucher. Sie fragen genauer nach der Zimmergröße, nach der Ausstattung der Räume und lassen sich das große Wohlfühlbad zeigen, das es auf jeder Station für all diejenigen gibt, die lieber baden als duschen. Sie zeigen sich unter anderem beeindruckt von den Lampen über der frei stehenden Badewanne. Deren Licht wechselt die Farbe. Fragen nach Kurzzeitpflegeplätzen werden ebenso beantwortet wie die Fragen nach der individuellen Betreuung der Bewohner und danach, ob es in den Zimmern auf der Südseite im Sommer nicht zu heiß wird. Große, tiefgezogene Fenster sorgen auch im Neubau für Licht. Sitzgruppen bieten Möglichkeiten zum Kommunizieren, die Treppenzugänge sind durch leicht zu handhabende Schranken gesichert. Hinter dem Haus wurde ein gesicherter „Dementengarten“, so der Fachausdruck, angelegt mit einem Endlosweg, mit Sitzbänken, einem Quellstein und Duftkräutern. Auf der andere Seite des Hauses ist eine Terrasse entstanden, auf der sich auch Feste feiern lassen. Vom Speisesaal aus führt jetzt eine Tür direkt nach draußen, so dass sich hier bei schönem Wetter ein Freisitz nutzen lässt. „Wir sind sehr stolz darauf, was hier passiert ist“, sagt Einrichtungsleiterin Verena Renner. Erweiterung und Modernisierung waren „ein Kraftakt“, denn letztlich ist – ohne Belegungseinbruch während der Sanierungsarbeiten – „kein Raum so geblieben, wie er war“. Mit einer Ausnahme: der „Schatulle“, einer Kombination aus Wohnzimmer und Küche, in der die Menschen, die sie nutzen, eine gemeinsame Tagesstruktur haben. Sie können hier unter anderem Essen mit vorbereiten, gemeinsam ihre Mahlzeiten einnehmen und anschließen zusammen abspülen. |hjm

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