Hassloch
Kegeln: Heimerfolg für Zweitliga-Frauen der TSG Haßloch
Zunächst sieht es so aus, als sollte es eine enge Partie werden. Die Zweitliga-Keglerinnen der TSG Haßloch tun sich in der Startpaarung mit Sara Steidel und Jutta Uhrich schwer gegen den DKC Meckesheim. Vor allem, weil sich Uhrich mit einer Verletzung herumplagt und dafür sogar eine Pause in Anspruch nehmen muss. Doch sie hat Hilfe an ihrer Seite. „Ich habe mir mal den Brustmuskel eingeklemmt – seitdem habe ich Probleme“, erzählt Uhrich. Je länger ihr Wettkampf über 100 Wurf dauert, desto öfter dehnt und streckt sie ihren Wurfarm. Zu oft bleiben einzelne Kegel stehen. Immer wieder bespricht sie sich mit ihrem Coach Uwe Reichenbach, der hinter ihrer Bahn sitzt. Jede Keglerin kann sich einen Coach ihrer Wahl für den Wettkampf aussuchen und jederzeit mit ihm reden. Man müsse gar nicht viel sagen, ergänzt sie. Uhrich: „Doch das hilft mir, mental wieder reinzukommen.“
Währenddessen läuft es für ihre Teamkollegin Sara Steidel gut. Sie schafft einige Neuner, wird mit 473 Kegeln zweitbeste Haßlocherin hinter Saskia Sabrina Uhrich (492) und sechstbeste Keglerin aller Teams an diesem Spieltag. Als Kegler solle man zwar nicht auf das Geschehen auf den benachbarten Bahnen achten, „aber ich habe gemerkt, dass Sara zieht. Das hat mir auch geholfen“, verrät Jutta Uhrich, wie der Leistungsdruck von ihr abgefallen ist.
Steidel ohne Coach
Sara Steidel indes hat keinen Coach direkt hinter sich sitzen. Aber Carmen Duncker, ebenfalls eine TSG-Keglerin, sei im Zuschauerbereich hinter ihr gewesen, so Steidel. Und als Zuschauer in Zivilkleidung dürfe man einem Spieler etwas zurufen, erklärt Uhrich die Regeln. „Ich versuche in letzter Zeit, alleine zu kegeln“, erzählt Steidel. Was bei Auswärtsspielen ein Vorteil sein kann. „Zu Hause geht es mit dem Coachen einfacher“, erklärt Uhrich. Denn bei Heimspielen seien viele Kegler der TSG vor Ort. „Auswärts muss man alleine spielen.“
Die Haßlocherinnen betonen, dass Kegeln vor allem Kopfsache sei. „Das Schwierige ist, die Konzentration beizubehalten“, sagt Sara Steidel. 100-mal müssen sie ein- und denselben Bewegungsablauf möglichst präzise wiederholen.
Bahnrekord scheint möglich
Was am Anfang nach einer „engen Kiste“ (Jutta Uhrich) ausgesehen hat, entwickelt sich am Schluss zu einem ungefährdeten Haßlocher 2735: 2635-Heimerfolg. Zwischenzeitlich scheint sogar ein neuer Bahnrekord möglich. Der steht seit Oktober 2019 bei 2755 Kegeln, damals aufgestellt gegen die SG RW/BF Hemsbach.
So spielten sie
TSG Haßloch: Steidel (473), Jutta Uhrich (438), Reichenbach (463), Kleinod (429), Schlachter (440), Saskia Sabrina Uhrich (492).