Neustadt Keck: Lassen uns nicht unterkriegen

Hassloch. Zwei Siege, elf Punkte – Platz 14: Der 1. FC 08 Haßloch hat in der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz noch nicht zu jener Stabilität gefunden, die sich Trainer Christian Lederle wünscht. „Eigentlich bin ich nicht zufrieden“, sagt Kurt Keck, der für den Sport zuständige Dritte Vorsitzende des Clubs, „aber das ist die Mannschaft auch nicht.“
Einen Grund für die ungenügende Punkteausbeute macht Keck in dem enormen Verletzungspech gerade zu Beginn der Runde aus, als sich ein Stammspieler nach dem anderen angeschlagen abmeldete und aus der Zweiten Mannschaft und der Jugend nachgebessert werden musste, um auf eine angemessene Kaderstärke zu kommen. „Christian Lederle ist manchmal zu bedauern gewesen“, sagt Keck. Zudem hätten die Komplikationen bereits mit den Relegationsspielen am Ende der vergangenen Saison begonnen. „Wir kamen zum Aufstieg wie die Jungfrau zum Kinde“, sagt Keck. „Wir haben ihn gerne wahrgenommen, aber wir befanden uns bereits im Juni, da war die Zeit zu knapp, um Spieler zu verpflichten. Der Markt war verlaufen.“ Umso mehr, da der FC 08 zu keinen finanziellen Riesensätzen in der Lage war und ist. Keck sagt: „Vielleicht können wir im Winter ein, zwei Spieler verpflichten, die in unser System und unser finanzielles Schema passen. Etwas anderes wird es nicht mehr geben, solange ich da bin.“ Mindestens Fünftletzter müssen die „Nullachter“ werden, um definitiv in der Klasse zu bleiben. Die Lücke dorthin ist fünf Punkte breit. Ein Erfolg zum Rückrundenstart am Samstag (16 Uhr) beim Tabellensechsten SG Steinfeld/Schweighofen wäre die passende Botschaft an die Konkurrenz. Keck betont: „Wir lassen uns nicht unterkriegen.“ Verletzte en masse, das ist auch für den VfB Haßloch ein endloses Problem. Beim 1:2 gegen den SV Bad Dürkheim war Trainer Frank Lieberknecht gezwungen, die Kopf-Zwillinge ins kalte Wasser zu werfen – die Brüder sorgten für frischen Wind, Daniel Kopf erzielte sogar das Anschlusstor. Vor dem Heimspiel am Sonntag (14.45 Uhr) gegen den TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim entspannt sich die Lage nicht: Neuerdings plagt sich Markus Grimm mit Oberschenkelproblemen herum. Das 2:0 im Hinspiel, als André Grässer und Jannik Jorissen den VfB zum Sieg schossen, ist für Lieberknecht kein Hinweis darauf, dass seine Mannschaft sich in der Rolle des Favoriten befindet. „Da waren bei denen zwei entscheidende Spieler nicht dabei, die jetzt dabei sind“, sagt Lieberknecht und meint Tim Kiefer und Markus Schneider. „Das wird ein richtig schweres Spiel.“ Auch der VfB muss den viert- beziehungsweise fünftletzten Rang im Auge behalten. „Da schwingt das Damoklesschwert“, sagt Lieberknecht. „Wenn man nach oben in die Landesliga schaut, muss man bei uns mit vier Absteigern rechnen.“ Derzeit belegt der VfB Haßloch Platz zehn. Vorsprung auf Rang 13: drei Punkte. Die können an einem Spieltag dahin sein.