Maikammer Kalmitbad: Ein Tulpenbaum als neuer Schattenspender
„Wir taufen dich mit wertvollem flüssigen Gold der Südlichen Weinstraße, einem spritzigen Secco vom Weingut Hubert Müller aus Maikammer, auf den Namen Prinzessin Tulpia Brimamoguripera.“ Mit diesen Worten taufte Monika Braun einen Tulpenbaum aus der Baumschule Vester aus Neustadt, den die Hutfrauen gespendet und die Arbeiter des Bauhofes auf der Wiese des Kalmitbades gesetzt haben. Die Hutfrauen besuchen als Dauerschwimmerinnen seit Jahren das Kalmitbad.
Bis zu 40 Hutfrauen beteiligten sich seit 2011 an den verschiedenen Aktionen. Die Hüte dienten und dienen in erster Linie als Sonnenschutz, wenn sich die Frauen auf der grünen Wiese des Schwimmbads tummeln oder im Weingut von Irmgard und Alfons Groß in Maikammer treffen. Mittlerweile haben sich ein paar Männer zur Gruppe hinzugesellt, die ebenfalls Hüte tragen.
Herzenswunsch erfüllt
Seit vielen Jahren gestalten die Hutfrauen bei der Saisoneröffnung des Kalmitbads und ebenso am Saisonende einen Umzug mit Hutparade. Dies soll dieses Jahr bei der Eröffnung am 13. Mai wieder so sein.
Die Idee zur Erinnerung an die Kalmitbad-Aktionen hatte Schwimmmeisterin Brigitte Kreil. Margret Stenersen aus Maikammer, Gudrun Anselmann und Monika Braun, beide aus Edenkoben, sowie Rita Rey, Kirrweiler, setzten die Idee, einen Erinnerungsbaumes im Kalmitbad zu pflanzen, in die Tat um. Die Bestellung und weitere Aufgaben übernahm Brigitte Kreil. Komplettiert wurde das Orga-Team von Peter Anselmann und Rainer Rey.
„Für mich geht ein Herzenswunsch in Erfüllung. Die Ära der Hutfrauen geht weiter“, spielte Kreil auf die Tatsache an, dass wegen der Corona-Pandemie, aber auch nach dem Umzug der Hutdesignerin Pia Pfeiffer in ihren Heimatort Rammelsbach bei Kusel diese Aktionen zuletzt gefehlt haben. Kreil wünscht sich den Baum als Erinnerung, aber vor allem als besonderen Dank an Pia Pfeiffer, die in den vergangenen mehr als zehn Jahren über 200 originelle Hüte gefertigt hatte.