Neustadt Kabarett und Literatur für den Dom

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Mit zwei Veranstaltungen beteiligt sich das Speyerer Landesbibliothekzentrum im zweiten Halbjahr an der Benefizaktion „Die Pfalz liest für den Dom“ der Europäischer Stiftung Kaiserdom und der RHEINPFALZ. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Programm von September bis Dezember hervor.

Zum Auftakt liest SWR-Kulturredakteur Andreas Berg am 7. September aus seinem Roman „Schabbat Schalom an der Seine. Rückblende einer verpassten Liebe“. Berg veröffentlichte das Buch im vergangenen Jahr nach vier Gedichtbänden sowie Beiträgen in Lyrik-Anthologien und -Jahrbüchern. Nach eigenen Angaben will er Lesern Einblicke in den Wahnsinn des Medienbetriebs geben, sie aber auch behutsam an die Themen Religion, Tod und Judentum heranführen. Als Teil der Bibliothekstage und der Aktion „Die Pfalz liest für den Dom“ präsentiert der Kabarettist und Musiker Ibrahima Ndoffène Ndiaye, kurz Ibo, am 25. Oktober sein Programm „Schwarz drüber“. Ebenfalls zu Gunsten des Domes stellt die aus Edenkoben stammende Kulturjournalistin und Literaturkritikerin Gabriele Weingartner am 22. November ihr aktuelles Buch „Geisterroman“ vor. Zuvor, vom 6. Oktober bis zum 12. November, zeigt die „Labi“ in einer Ausstellung im Lesesaal „Die schönsten deutschen Bücher 2015“. Zur Eröffnung am 5. Oktober stellen der Buchhändler und Lektor Joachim Roßhirt sowie der Leiter der Städtischen Galerie Speyer, Franz Dudenhöffer, einige Werke vor. Die gemeinsame künstlerische Arbeit von Uta Schneider und Ulrike Stoltz aus den vergangenen 30 Jahren dokumentiert die Ausstellung „Mit den Augen hören “. Schneider und Stoltz gehörten vor 30 Jahren zu den Mitbegründerinnen der Künstlerinnengruppe Unica T. Seit deren Auflösung vor 15 Jahren arbeiten sie als Duo zusammen. Ihr Austausch mündet in Künstlerbücher, Mappenwerke, Texte, typografische Raum-Text-Installationen und Zeichnungen. Sie benutzen Techniken von Handsatz und Buchdruck bis zum Digitalen. Die Schau ist vom 2. November bis zum 3. Dezember zu sehen. Einem sehr wissensdurstigen Mönch widmet sich schließlich die Ausstellung „Zum 500. Todestag: Johannes Trithemius“ vom 13. Dezember bis zum 14. Januar. Unter der Leitung des Benediktiners wuchs die Bibliothek des Klosters Sponheim zu einer der größten ihrer Zeit und zog viele Gelehrte an. Später wirkte er in Würzburg bis zu seinem Tod im Jahr 1516. Er setzte sich für die Ordensreform ein und trat schriftstellerisch als Historiker in Erscheinung. Die von Armin Schlechter kuratierte Ausstellung soll den Angaben zufolge zeigen, wie dicht Trithemius’ Überlieferungen in Rheinland-Pfalz sind. Die Bibliothek präsentiert als Leihgaben rund 40 Werke aus der Zeit vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. Kontakt Weitere Informationen gibt es unter der Internet-Adresse www.lbz.rlp.de.

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