Neustadt Kabarett, Musik und Kunst

Maikammer. „Maikammer Kultour.2015“ ist der Titel einer neuen Reihe der Ortsgemeinde, die Nachfolger des Kulturprogramms „Kultur pur“ der aufgelösten Verbandsgemeinde ist. Elf Veranstaltungen werden unter diesem Motto präsentiert, darunter auch eine Ausstellung mit neuen Grafiken des Künstlers und Schauspielers Armin Mueller-Stahl.
Der Maikammerer Bürgermeister Karl Schäfer (CDU) und der in Maikammer lebende Künstler und Verleger Hans Gareis haben „Maikammer Kultour.2015“ konzipiert und das Programm organisiert. „Kultur ist Teil der Lebensqualität für unsere Bürger“, nennt Schäfer als einen Grund, warum er nicht auf ein kulturelles Angebot in der Gemeinde verzichten wolle. Zudem sei ein attraktives kulturelles Programm ein wichtiger Faktor für den Tourismus. „Ich finde es toll, dass in einer Gemeinde dieser Größenordnung Kultur eine wichtige Rolle spielt“, lobt Gareis, der sich erstmals an der Gestaltung des Maikammerer Kulturprogramms beteiligt. Bisher war dies Aufgabe der Verbandsgemeindeverwaltung. „Hans Gareis ist für uns ein Glücksfall“, freut sich Schäfer. Gareis hat für „Maikammer Kultour.2015“ ein Programmheft gestaltet und seinen Kontakten ist es zu verdanken, dass von 30. April bis 13. Juni in den Räumen der Vinothek „Weinkammer“ eine Ausstellung mit etwa 25 Grafiken von Armin Mueller-Stahl zu sehen sein wird. Gezeigt werden überwiegend neue Grafiken, kündigt Gareis an, der die Arbeiten ausgesucht hat. Es seien ganz andere Werke als vor zwei Jahren in der Neustadter Villa Böhm zu sehen gewesen seien, so Gareis. Mueller-Stahl werde eigens für die Maikammerer Ausstellung einige Plakate signieren, die ebenso wie die Grafiken zum Verkauf angeboten werden. Bei der Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 30. April, 20 Uhr, wird das Jazz-Duo Utami Andayani (Gesang) und Gerd Stauch (Klavier) auftreten. „Die elf Kulturveranstaltungen, die während des Jahres in Maikammer geplant sind, sind etwa so viele, wie bisher in der gesamten Verbandsgemeinde angeboten wurden“, stellt Schäfer fest. Nur für eine Veranstaltung werden die Ortsgrenzen ein kleines Stück verlassen. Am Samstag, 29. August, spielt ab 20 Uhr die Gruppe „Royal Garden Five“ verschiedene Varianten des traditionellen Jazz in der Hammermühle. Die gehöre zwar zu Kirrweiler, liege aber in Richtung Maikammer, sagt Schäfer. Jazz steht zuvor bereits schon am Sonntag, 2. August, 11 Uhr, mit Dixieland von der „Rentnerband“ im Weingut August Ziegler auf dem Programm von „Maikammer. Kultour.2015“. Bei dem Kulturprogramm werde „ganz Maikammer irgendwo zu einer Bühne“, beschreibt Gareis, dass die Veranstaltungen an verschiedenen Orten – im Bürgerhaus, in Weingütern und in der katholischen Kirche St. Kosmas und Damian – sind. Bei allen Veranstaltungen lege man Wert auf hohe Qualität und ein hohes Niveau, betonen Schäfer und Gareis. Als ein Beispiel nennt Schäfer ein Konzert mit dem Trompetenensemble der Musikhochschule Karlsruhe mit Professor Reinhold Friedrich am Samstag, 20. Juni, 20 Uhr, in der katholischen Kirche St. Kosmas und Damian. Klassik steht auch am Sonntag, 29. November, 18 Uhr, bei einem Konzert mit dem Pianisten Francois Kilian im Bürgerhaus auf dem Programm. Schäfer verweist darauf, dass bei „Maikammer Kultour.2015“ verschiedene Facetten der Kultur präsentiert werden. Als einen Höhepunkt bezeichnet Gareis eine Lesung mit Britta und Christian Habekost, die am Freitag, 12. Juni, 19 Uhr, im Weingut Dengler Seyler aus ihrem Buch „Elwenfels“ lesen werden. Ein „Geheimtipp“ sei laut Gareis eine weitere geplante Lesung: Am Samstag, 12. September, 20 Uhr, wird die Krimiautorin Christiane Güth im Weingut Erich Stachel sein. Zum Programm von „Maikammer Kultour.2015“ gehören außerdem Kabarett mit Konstantin Schmidt am Freitag, 30. Oktober, 20 Uhr, Kindertheater mit dem Wunschtheater Deidesheim am Donnerstag, 10. Dezember, 16 Uhr, und ein Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauß-Orchester Budapest am Sonntag, 3. Januar 2016, 18 Uhr. Alle drei Veranstaltungen sind im Bürgerhaus. 13.000 Euro beträgt nach Angaben Schäfers das Budget für „Maikammer Kultour.2015“. Der Betrag soll mithilfe von Sponsoren, von denen es bisher 13 gibt, und den Einnahmen abgedeckt werden. Er verstehe, dass sich die Verbandsgemeinde Edenkoben nicht an den Kosten beteilige, erklärt Schäfer. Denn dann müsste die Verbandsgemeinde auch den anderen 19 Ortsgemeinden einen Zuschuss für kulturelle Angebote zahlen.