Edenkoben Joachim Zelter liest aus seinem Roman „Imperia“
Zelter, im zweiten Halbjahr 2020 Stipendiat im Herrenhaus, wird aus „Imperia“ lesen, einem Werk, das den schönen Untertitel „Roman einer Vereinnahmung“ trägt. Das ist wörtlich zu nehmen, denn der Protagonist Gregor Schamoni, ein Schauspieler, der sich mit diversen Dienstleistungsjobs über Wasser hält, verfällt mit Haut und Haar einer Auftraggeberin, die sich so übermächtig in seinem Leben breit macht, dass er jede Kontrolle verliert. „Ein Kabinettstück über den prekären Status des Künstlers“, lobte die „Stuttgarter Zeitung“.
Zelter, 1962 in Freiburg geboren, studierte und lehrte Literatur in Yale und Tübingen, wo er seit 1997 als freier Schriftsteller lebt. Viele seiner Romane, unter anderem „Die Würde des Lügens“ (2000), „Schule der Arbeitslosen“ (2006), „Der Ministerpräsident“ (2010) und „Im Feld“ (2018) verbinden Satire mit Tragikomik.