Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Jakobuskerwe: Spaß auch ohne Feuerwerk

Hambacher Feuerwerk 2018.
Hambacher Feuerwerk 2018.

Ein Feuerwerk zur fünftägigen Jakobuskerwe in Hambach hat Tradition. Im ersten Veranstaltungsjahr nach Corona hat die Ortsverwaltung es aber am Montag abgesagt. Geplant war das Spektakel für Dienstag gegen 22 Uhr.

„Wegen der hohen Waldbrandgefahr haben wir uns in Hambach dazu entschlossen, das Abschlussfeuerwerk zu streichen“, so der stellvertretende Ortsvorsteher Pascal Bender. Die Entscheidung in Abstimmung mit dem städtischen Brand- und Katastrophenschutz sei nicht leichtgefallen, „aber angesichts der Umstände war sie leider alternativlos“. Mit Umständen meint Bender die hohe Waldbrandgefahr aufgrund von Hitze und Trockenheit. Das gilt ebenso für sogenanntes Grasland.

Kerwe „rappelvoll“

Das Hambacher Feuerwerk findet in der Ebene statt, dass aber ein Funke zum Beispiel auf einen Wingert oder auch in ein Gartengrundstück in Waldrandnähe überspringe, dieses Risiko müsse nicht eingegangen werden. „Wir können auch ohne Feuerwerk Spaß haben“, so Bender mit Blick auf die Kerwe, die bislang für alle Beteiligten toll gelaufen sei. Vor allem am Freitag- und Samstagabend sei die Kerwemeile „rappelvoll“ gewesen.

Das bei einer Firma beauftragte Feuerwerk war bereits von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, die für gewerbliche Feuerwerke zuständig ist, genehmigt worden, weil der Abstand zum Wald groß genug gewesen wäre. Aber auch Stadtförster Jens Bramenkamp vom Revier Hohe Loog ist dankbar, dass es freiwillig abgesagt wurde.

Wer hat es abgebrannt?

Unklar ist derweil, wer und wo genau am Samstag gegen 22/22.30 Uhr ein großes Feuerwerk zwischen Edenkoben und Neustadt abgebrannt hat. Ein RHEINPFALZ-Leser hatte es von Edenkoben aus gesehen und gehört – es sei lang und laut gewesen. Private Feuerwerke sind bei Stadt- oder Kreisverwaltung meldepflichtig. Weder der Stadtverwaltung Neustadt noch der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße lag aber etwas vor, wie die Nachfrage ergab.

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