Neustadt Innenstadt-Parkplatz gesucht

Der Stadtmobil-Parkplatz in der Laustergasse.
Der Stadtmobil-Parkplatz in der Laustergasse.

Die Stadtmobil Rhein-Neckar AG möchte ihr Car-Sharing-Angebot in Neustadt ausweiten und sucht einen weiteren Stellplatz im Stadtzentrum für ein zusätzliches Fahrzeug. Die Plätze werden dem Unternehmen von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt.

Ende 2018 zählte Stadtmobil Rhein-Neckar nach eigenen Angaben 150 Kunden in Neustadt – ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sie können dabei zwischen Ford Focus, Ford Fiesta, Toyota Aygo und Renault Kangoo wählen. Mit einem weiteren Stellplatz soll nun auf den Kundenzuwachs reagiert werden. Für insgesamt sechs Autos in drei Kategorien gibt es derzeit sieben eigens gekennzeichnete Stellplätze: am Bahnhof, am Festplatz, in der Brunnenstraße/Ecke Rittergartenstraße, in der Laustergasse/Ecke Kellereistraße, in der Moltkestraße und im Mâconring. Der Kundenzuwachs in Neustadt liege deutlich über dem von Städten vergleichbarer Größe, so Miriam Caroli, Pressesprecherin von Stadtmobil Rhein-Neckar. Einen aktuellen Anlass für das gestiegene Interesse an gemeinsamer Autonutzung gerade in Neustadt gebe es aus ihrer Sicht allerdings nicht. „Die Diskussion um Dieselfahrverbote oder der näher rückende Abriss der Hochstraße in Ludwigshafen spielen aus unserer Sicht keine Rolle“, sagt Miriam Caroli. Aus Kundenbefragungen des Unternehmens mit bundesweit über 10.000 Kunden geht hervor, dass vor allem Autofahrer in städtischen Ballungsgebieten, in denen das Auto und die Parkplatzsuche zur Belastung werden, zum Car-Sharing tendieren. Dabei haben sich die Beweggründe, das eigene Auto aufzugeben, in den 26 Jahren seit der Unternehmensgründung verschoben. „Anfangs war vor allem der Umweltgedanke ausschlaggebend. Heute ist es die Bequemlichkeit. Man muss sich nicht um Versicherungen oder die Wartung kümmern und hat immer seinen Parkplatz“, fasst Caroli die Motivation der Kundschaft zusammen. Und die Kosten? Beim Classic-Tarif fallen neben der Aufnahmegebühr von 59 Euro, eine monatliche Gebühr von fünf Euro und ein jährlicher Vereinsbeitrag von 24 Euro an. Beim Eintritt muss eine Kaution von 300 Euro hinterlegt werden. Wer eine VRN-Jahres- oder -Halbjahreskarte hat, kommt günstiger weg: Die Aufnahmegebühr beläuft sich dann auf 29 Euro, der Vereinsbeitrag entfällt. Wer dann etwa den Wochenendeinkauf mit einem Ford Fiesta erledigen will, zahlt inklusive Benzin rund 7,30 Euro, wer am Wochenende mit einem Renault Kangoo rund 150 km zurücklegt, zahlt dafür 92 Euro. Nach Ende der Fahrt stellt der Kunde das Fahrzeug mit mindestens einer Viertel Tankfüllung am vereinbarten Stellplatz ab. Transporter oder Kleinbusse für Urlaubsfahrten stehen an Stationen in Ludwigshafen oder Mannheim bereit. In Neustadt, spekuliert Caroli, erleichtert die Kooperation mit der Tourist-Information den Zugang zum Car-Sharing: Jeden ersten Freitag des Monats von 14 bis 17 Uhr bietet ein Stadtmobil-Mitarbeiter eine Beratung an. Zudem liegen in der Tourist-Information Antragsformulare bereit, Personen- und Führerscheindaten können dort überprüft und an Stadtmobil Rhein-Neckar übermittelt werden. Eine Fahrt zum Büro des Unternehmens in Mannheim bleibt dem potenziellen Kunden so erspart, Buchungen laufen nach Vertragsabschluss telefonisch oder online. Den künftigen siebten Parkplatz sähe Stadtmobil gerne in der Innenstadt. Er soll rund um die Uhr zur Verfügung stehen und das Ein- und Ausparken sollte niemanden vor Schwierigkeiten stellen. Zudem sollte er auch für neue Kunden leicht zu finden sein und gut vom Bahnhof oder der nächsten Bushaltestelle zu erreichen sein. Besonders willkommen sind Abstellplätze auf privaten Grundstücken, wie zuletzt im Mâconring. Denn trotz der laut Stadtmobil „wohlwollenden Begleitung der Stadt“ wäre die Ausweisung eines Stellplatzes ohne die Einbindung aller zuständigen Abteilungen unkomplizierter.

x