Neustadt In Freizeitanlage steckt viel Eigenleistung
Die Freizeitanlage in Elmstein ist neu hergerichtet worden, und durch einen neuen Kiosk ist sie attraktiver geworden. Weitgehend in Eigenleistung und mit Unterstützung Elmsteiner und Esthaler Betriebe wurde der durch einen Brand beschädigte bisherige Kiosk saniert und durch einen etwa 42 Quadratmeter großen Anbau erweitert. Ab Sonntag ist die Anlage wieder geöffnet
Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich nach Angaben von Bürgermeister Stefan Herter (SWG) auf etwa 25.000 Euro. Neue Pächterin des Kiosks ist die Appenthalerin Carola Lauer. Schon von weitem ist der Kiosk aus hellem Holz zu sehen. Bereits in den beiden vergangenen Jahren war das Gelände der Freizeitanlage von Gestrüpp befreit und hergerichtet worden. Diese Arbeiten wurden fortgesetzt, so dass die Anlage, auf der man Minigolf und Pit Pat spielen kann, wieder weit gepflegter wirkt. Sogar der Zaun um das Gelände, den eine Firma auf einer Seite krumm aufgebaut hatte, steht nun gerade. „Der Kiosk ist eine Super-Gemeinschaftsarbeit“, freut sich Herter. Etwa 2000 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden hier investiert, hat CDU-Gemeinderatsmitglied Ulrich Huber ausgerechnet. Er und sein Ratskollege Konrad Leising (SWG) haben in den vergangenen Wochen fast jeden Tag mehrere Stunden an dem Kiosk gearbeitet. Die anderen Ratsmitglieder von CDU, SWG und Unabhängigen haben seit Aschermittwoch jeden Samstag und viele Abende damit verbracht, den Kiosk zu sanieren und zu erweitern. Doch nicht nur Ratsmitglieder, sondern auch Elmsteiner Bürger hätten geholfen, berichten Herter und Huber. Nicht zuletzt seien die ehrenamtlichen Arbeiter regelmäßig von Elmsteinern verköstigt worden. Herter berichtet, dass die Inhaber mehrerer Betriebe geholfen und Material zum Einkaufspreis zur Verfügung gestellt haben. Das Esthaler Holzbauunternehmen Reiner Bleh hat das Gebälk aufgestellt, die Elmsteiner Berthold Münch Elektrotechnik GmbH für die Elektrik gesorgt, das Iggelbacher Innenausbauunternehmen Sven Krauß große Schiebefenster eingebaut. Auch der Willi Haag und der Malerbetrieb Marco Klöpfer haben geholfen. Und natürlich hat der CDU-Beigeordnete Joachim Wickhüller mit seinem Betrieb Jowi-Haustechnik die Arbeiten kräftig unterstützt. „Die Handwerker und die Ehrenamtlichen haben zusammengearbeitet“, erklärt Herter. Der bisherige Kiosk wurde neu verschalt, die Toiletten und die Elektrik wurden ebenso erneuert, wie der Fliesenboden, das Holz wurde teils ausgetauscht, teils abgeschliffen. Hell und offen wirkt der vorher etwas düstere Kiosk nun. Sitzen können die Gäste auf dem Freigelände oder im Anbau. Neue Stühle und Tische wurden angeschafft. Auch die weitere Einrichtung wurde weitgehend erneuert. SWG und CDU werden für die Minigolf-Anlage noch eine Sitzgruppe spenden, kündigt Herter an. Insgesamt seien Kosten von rund 60.000 Euro entstanden. Davon übernimmt die Brandversicherung 35.000 Euro, die Gemeinde zahlt die restlichen 25.000 Euro. Das sind weitaus weniger als die im Haushalt eingeplanten 40.000 Euro. „Ich habe mir gedacht, ich mache das jetzt“, erzählt die neue Pächterin Carola Lauer. Die gelernte Hotelkauffrau war bereits früher in der Gastronomie selbstständig und führt seit 2006 ein Taxiunternehmen. Sie hat eine „etwas erweiterten Speisenkarte“. Eine Pfälzer Brauerei liefert das Bier. Unterstützt werde sie am Kiosk „von der Verwandtschaft“, berichtet Lauer. Öffnungszeiten Geöffnet ist der Kiosk in der Freizeitanlage Elmstein von Montag bis Samstag ab 14 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ab 11 Uhr.