Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel IHK-Standortanalyse: Es bedarf mehr mütterlicher Fürsorge

Blick auf den Neustadter Marktplatz.
Blick auf den Neustadter Marktplatz.

Aus Sicht von Betrieben muss Neustadt die Wirtschaft vor Ort stärker ankurbeln. Die Stadt ist am Zug, ihr Image aufzupolieren.

Es ist bemerkenswert, was „nur“ 138 Neustadter Betriebe mit ihrer Meinung bewirken. Von 1800 angeschriebenen Firmen hatten sie an der Umfrage der Industrie- und Handelskammer teilgenommen und die Bedingungen für Wirtschaftsunternehmen in der Stadt bewertet. Das Ergebnis ist für Neustadt ernüchternd. Die Stadt schnitt im Vergleich zu den anderen sieben Pfälzer Städten am schlechtesten ab. Es lässt sich trefflich darüber streiten, ob es angesichts der Rücklaufquote ein repräsentatives Ergebnis ist oder eine Stimmungslage wiedergibt.

Die Diskussion im Stadtrat zeigt aber, wie sehr man sich darüber ärgert. Es geht um die Entwicklung der Stadt. Und es ist Zeit zum Handeln. Denn auch bei früheren IHK-Umfragen bekam man sein Fett ab – und aus Sicht der Betriebe scheint sich nicht viel zu ändern. Stillstand ist nie gut. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Fachkräftemangel mehr denn je bemerkbar macht. Die Stadt muss sich sputen bei der Erörterung und Behebung der Probleme, damit es Firmen nicht in andere Kommunen zieht . Neustadt wird laut IHK als Wohn- und Freizeitort geschätzt. Nun muss sie für Firmen sexy sein. Manche Schwachstellen sind eindeutig. Die Umfrage zeigt etwa, dass die Stadt mehr Kümmerin sein sollte. Den Betrieben mehr mütterliche Fürsorge entgegenzubringen, dürfte ein geringes Problem sein.

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