Neustadt „Ich will es – und ich kann es“

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91 Ja-Stimmen, zweimal Nein und zwei Enthaltungen: Das Ergebnis hätte für Ingo Röthlingshöfer nicht viel besser sein können. Am Mittwochabend hat die CDU Neustadt beim Kreisparteitag in Diedesfeld den 54-jährigen Bürgermeister offiziell als ihren Kandidaten für die Oberbürgermeister-Wahl am 24. September nominiert.

„Ja, ich will es, und ja, ich kann es, davon bin ich überzeugt.“ In seiner Bewerbungsrede stellte Röthlingshöfer zunächst seine Erfahrungen aus 20 Jahren als Bürgermeister in den Vordergrund. Er kritisierte politische Gegner, die dem Bürger vormachen würden, dass Neustadt nach dem Oberbürgermeister-Wechsel von vorne anfangen müsse. „Wir haben so viele Dinge in der Pipeline, dass es wahrlich kein Anfang von Null an wäre“, meinte Röthlingshöfer mit Blick auf Projekte wie Klimaschutz, Landesgartenschau, Wohnbau, soziale Stadt und mehr. Erfolge in der Vergangenheit, Beispiel Flüchtlinge oder Klemmhof, seien stets gemeinsam gelöst worden, meinte er mit Blick auf seine Mitarbeiter: „Immer dann, wenn das politische Leben in Neustadt heftig wurde, waren wir als Team präsent und haben die Probleme gelöst.“ Alles so weiterlaufen lassen wie bisher ist indes auch mit Röthlingshöfer nicht angesagt. Sollte er die OB-Wahl gewinnen, sieht er für eine gute Politik „zwei Dinge, die wir brauchen“. Zum einen Teamarbeit mit der Verwaltung, der Politik und den Bürgern. Zum anderen müsse die Verwaltung ihre Kommunikation stärken. Wichtig dafür sei eine gezielte und geplante Gesprächskultur mit den Bürgern, statt einer Gesprächskultur als Krisenmodus, weil ein Problem anstehe. Das würde auch Fachleute wie Ingenieure der Bauverwaltung entlasten. Diese könnten sich dann ihrer eigentlichen Arbeit widmen, statt sich mit den Bürgern auseinanderzusetzen. Inhaltlich sieht Röthlingshöfer auch neue Themen: Sicherheit zum Beispiel, Angebote für Senioren sowie für junge Leute. Dazu müsse die CDU das Potenzial in der Partei ebenso stärker ausschöpfen wie das Potenzial in der Bürgerschaft. „Wir haben so viel an Energie in Neustadt“, erklärte er. Diese für alle nutzbar zu machen, „daran müssen wir arbeiten“. Für sich, seine Erfahrung und seine Ideen werben will der 54-Jährige vor allem in einem „Dialog-Wahlkampf“ mit Schwerpunkt Innenstadt, ohne die Ortsteile zu vernachlässigen. Dem neuen stellvertretenden Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Dirk Herber oblag es dann, die CDU-Mitglieder auf Geschlossenheit einzuschwören: „Lassen Sie uns im Team gemeinsam mit Ingo Röthlingshöfer den OB-Wahlkampf in Neustadt gewinnen!“ Kommentar |ahb

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