Neustadt Hoffen auf Beistand vom Ortsrivalen

Hassloch. In der Regel sind der VfB und der 1. FC 08 Haßloch in der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz Rivalen. Schließlich geht es um die Vorherrschaft im größten Dorf Deutschlands. Am Sonntag jedoch hofft der eine Klub auf den Beistand des anderen.
In der Realität kann der VfB Haßloch bei sieben Punkten Vorsprung auf den viertletzten Rang und drei noch zu absolvierenden Spielen nicht mehr in Abstiegsgefahr geraten. Theoretisch aber ist das möglich. Und so wird das Duell mit Gastgeber VTG Queichhambach (ab 15 Uhr) zu einer Art „Endspiel“. Für den Gast deutlich mehr als für den VfB: Die Queichhambacher Elf besetzt jenen 13. Rang, der am Rundenende den Absturz bedeuten kann – und sie liegt nur drei Zähler vor dem dahinter postierten 1. FC 08 Haßloch. Frank Lieberknecht lässt sich „nicht zu Spekulationen hinreißen“, was die mögliche Anzahl der Absteiger angeht. Er beäugt die Fakten und erwartet „ein intensives Spiel“. Gewinnt der VfB, profitiert davon auch der Ortsnachbar. „Es ist der Wunsch aller, dass der VfB und 08 in der kommenden Saison in einer Liga spielen“, sagt Lieberknecht. Die A-Klasse meint er damit nicht ... Für jene nächste Runde hat der VfB zwei Spieler verpflichtet. Vom SV Rülzheim II kommt mit Andreas Teutsch ein erfahrener Verteidiger. Zudem holte der VfB Offensivspieler Scabolcs Ferenci, der im Augenblick bei der SG Edesheim/Roschbach II aktiv ist und zuvor in Edenkoben gespielt hat. Lieberknecht charakterisiert den Stürmer als schnelles, mit beiden Füßen gleichermaßen gut schießendes Kraftpaket. Nun sucht der Trainer noch einen Torwart. Einen, der den Kampf zwischen den Pfosten neu belebt. Noch ist unklar, ob auch der 1. FC 08 Haßloch sich auf Torhütersuche begeben muss. Bernd Streibert, von Kai Anschütz abgelöste Ex-Nummer 1, ist unschlüssig, was seine sportliche Zukunft betrifft. Andreas Schmidt wird seine Laufbahn mit 36 Jahren beenden. Fragezeichen stehen hinter der Zukunft von Andreas Ackermann und Christian Rebres. Trainer Christian Lederle erwartet vor Saisonende in beiden Fällen keinen Entscheid. Doch er ist guter Dinge: „Beide haben definitiv noch nicht abgesagt, beiden macht es sichtbar Spaß hier.“ Der Rest des Kaders hat seine Zusage gegeben. In welcher Liga Hubach und Co. den Verein künftig vertreten, das ist die große Frage. Noch hängen die „Nullachter“ auf dem drittletzten Rang fest. Das Heimspiel gegen den TuS Schaidt (ab 15 Uhr) stellt die Mannschaft vor eine hohe Hürde: Die Südpfälzer besitzen als Vierter noch eine Chance auf Rang zwei. „Mir war vor Oppau nicht bange, mir ist auch jetzt nicht bange“, sagt Lederle. „Wir haben genauso eine Möglichkeit zu siegen, ich erwarte ein genauso umkämpftes Spiel. Aber klar ist: Es wird für uns immer enger.“ In Oppau unterlag der FC 2:3. Nach Spielschluss wird auch Lederle schnellstmöglich wissen wollen, wie der Ortsnachbar gespielt hat. Denn am Sonntag ist er nicht Rivale, sondern Helfer ... Rheinpfalz-Prognose Der VfB Haßloch gewinnt beim VTG Queichhambach 3:2. Der 1. FC 08 Haßloch trennt sich vom TuS Schaidt 1:1. (aboe)