Neustadt Hochwasser: Feuerwehr gibt Entwarnung
Nachdem der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch um 19 Uhr für Neustadt eine Hochwasserwarnung der Stufe 3 mit zu erwartenden Niederschlägen von 50 bis 80 Litern pro Quadratmeter ausgegeben hatte, wurde am Abend die Technische Einsatzleitung (TEL) in der Hauptfeuerwache eingerichtet und ein Lagezentrum aufgebaut. „Dies ist eine Standardmaßnahme, es wird nach Alarmeinsatzplan Hochwasser vorgegangen“, erklärt die Feuerwehr in einer Pressemitteilung.
Bei mehrfachen Kontrollen von neuralgischen Punkten in und um Neustadt wurde demnach festgestellt, dass Schwemmgut ein Abflussrohr zwischen zwei Weihern im Kaltenbrunnertal verstopfte. Da befürchtet wurde, dass das gestaute Wasser den Druck auf den bereits überfluteten Damm weiter erhöhen und Gebäude der Camphill Lebensgemeinschaft flussabwärts gefährden könnte, griff die Feuerwehr ein. Die Verstopfung wurde beseitigt und Wasser abgepumpt, um die Lage am Bischofsweiher zu entspannen. Eine Trafostation am Parkplatz Kaltenbrunnertal wurde gegen 20.30 Uhr durch den Leitenden Notarzt, THW und Feuerwehr in Augenschein genommen, sie liegt nach Angaben der Wehr aber hoch genug, sodass keine Maßnahmen ergriffen werden mussten.
Gegen 22.20 Uhr konnte der Einsatz der TEL beendet werden. Die Hochwassermeldemarke des Speyerbachs von 80 Zentimeter wurde trotz Dauerregens nicht erreicht. Nach einem Höchststand von 73 Zentimetern am Mittwochnachmittag fiel der Pegel im Laufe der Nacht auf Donnerstag weiter ab, „sodass hier derzeit keine akute Hochwassergefahr besteht“, gibt die Feuerwehr Entwarnung.
Die Hochwasserwarnung für einige Gebiete in der Pfalz bleibt bestehen. Mehr dazu lesen Sie hier.