Neustadt Dauerregen: Pegel im Speyerbach steigt – Feuerwehr und Stadt „sehr wachsam“
Wie Daten aus der Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz zeigen, stieg der Pegel ab Mitternacht von 29 Zentimeter immer weiter an bis auf einen Höchststand von 73 Zentimetern am Mittwoch um 10.45 Uhr. „Ab 80 Zentimeter bewegen wir uns im Hochwasserbereich“, erklärt Ralf Stuhlberg, stellvertretender Brand- und Katastrophenschutzinspekteur. Am Vormittag war bereits eine Katwarn-Meldung der Hochwasservorhersagezentrale für den unteren Speyerbach in der Vorderpfalz versendet worden, die vor mäßigen Hochwasser und möglichen lokalen Überflutungen warnte. „Da stand das Telefon bei uns wegen Rückfragen von Bürgern kurzzeitig nicht mehr still“, erzählt Stuhlberg. Tätig werden musste die Wehr aber nur in einem vollgelaufenen Keller in der Talstraße.
Die Feuerwehr behielt die neuralgischen Punkte im Blick: die Fischweiher im Kaltenbrunner Tal, den Kaltenbrunnerbach, den Weiher an der Königsmühle sowie den Speyerbach am Stadthaus II, in der Talstraße, an der Seilerbahn, in der Mandelgasse und an der Festwiese, wo der Eigenbetrieb Stadtentsorgung sich bereits um den Rechen in der Nähe des vorsorglich abgesperrten Piratenspielplatzes kümmerte.
Weiterhin kontrollierte die Feuerwehr das Wehr an der Wallgasse hinter dem Roxy-Kino, die Seitengräben an der B39, den Kranzgraben, die Brücken in der Lilienthalstraße und den Bachlauf am Adamsweg. „Bis auf zwei Weiher im Kaltenbrunner Tal, die übergetreten sind, hatten alle andere kontrollieren Gefahrstellen noch ein Puffer von sechzig Zentimeter bis zu einem Meter.“ Treibgut hatte sich nirgends so festgesetzt, dass es entfernt werden musste.
Bis 14.30 Uhr sank der Pegel im Speyerbach am Mittwoch laut Messstation wieder auf 64 Zentimeter ab. Bei weiteren Kontrollfahrten am frühen Abend, als der Pegel noch mal zu steigen begann, stellte die Feuerwehr keine besorgniserregenden Änderungen fest – nur einer der Weiher im Kaltenbrunnertal musste auch am Abend im Blick behalten werden. Ein Sprecher der Stadt Neustadt betonte am Mittwochabend, dass Verwaltung und Feuerwehr weiterhin „sehr wachsam“ seien. Am Donnerstag und Freitag soll es zwar weiter regnen, aber mit geringerer Intensität.