Neustadt Historische Mauer wieder errichtet
Die Sanierung der Mauer im Deidesheimer Schlossgraben ist weitgehend erledigt. Es stehen nur noch Restarbeiten an. Die Brücke über den Schlossgraben ist wieder frei. Vorläufig gesperrt bleibt noch die Burggasse oberhalb der Schlossmauer.
Die Mauer selbst ist hergestellt. berichtet Nina Lill, Leiterin des Fachbereichs Bau bei der Verbandsgemeindeverwaltung Deidesheim. Wie am 18. Oktober berichtet, wurden an vier schadhaften Stellen der südlichen Mauer Stahlbetonplatten vor Ort gegossen und eingesetzt. Sie sollen den Druck auf die Mauer abfangen und diese vor Feuchtigkeit schützen. Vor diesen Platten wurden die Sandsteine der historischen Mauer wieder neu aufgebaut. In der Burggasse wurde ein „Bypass“ zum Kanalsystem unter dem Schlossgraben verlegt, Das verhindert künftig, dass Wasser aus der verlängerten Burggasse und von den angrenzenden Gebäudedächern unkontrolliert abfließt. Das Wasser hatte unter anderem dafür gesorgt, dass sich das Mauerwerk im Graben an mehreren Stellen bedrohlich nach vorne gewölbt hatte. Der Schlossgraben und die Burggasse oberhalb des Grabens waren im April 2013 aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Die Bagger im Graben sind nun abgerückt. Hergestellt sind neben der Mauer auch das Podest vor der Mauer und die Rampe, die am Ende des Grabens hinauf in die Burggasse führt. Gemacht ist auch die Wegeführung mit Rinnen in der verlängerten Burggasse, die von der Brücke in der Schlossstraße aus oberhalb der Mauer in Richtung Westen führt. Es wurden auch Leitungen für eine neue Beleuchtung gelegt. Die Lampen selbst fehlen aber noch. Dafür sind die Stadtwerke zuständig. Der Auftrag muss noch vergeben werden. Nach der Absicherung der Mauer sind noch kleinere Arbeiten übrig geblieben. Die Abdeckplatten auf der Mauer müssen in der gesamten Länge der Schlossmauer neu aufgesetzt werden, manche sind zu reparieren. Auch das Fugenbild des alten Mauerbestands wird überprüft und bei Bedarf ausgebessert. Der Boden des Grabens wurde planiert. Dreck und Schutt, die bei der Arbeiten entstanden sind, wurden abtransportiert. Was bleibt, sieht aber noch keineswegs so aus, dass es zum Flanieren einlädt und ist auch noch nicht zum Betreten freigegeben. Von der Grünanlage ist wegen der Bauarbeiten nichts mehr vorhanden. Der Park muss im westlichen Teil also neu angelegt werden. Das wird eine Aufgabe für nächstes Jahr. „Es hat deswegen schon Besprechungen gegeben, aber noch keine konkreten Planungen“, informiert Nina Lill. Abzusprechen sei das Ganze mit der unteren Naturschutzbehörde. Zu klären ist auch noch, ob Mauerabschnitte auf der nördlichen Seite, die in Privatbesitz sind, saniert werden und wann. Denn es hat keinen Sinn, den Park neu anzulegen, wenn danach wieder größere Bauarbeiten anstehen sollten. Aktuell wichtig für den Deidesheimer Advent ist jedenfalls, dass die Brücke über den Schlossgraben wieder freigegeben ist. Somit ist ein Rundgang von der Bahnhofstraße über das Schloss, das Atelier Friederike Zeit und die Schlossbrücke wieder möglich. |ff