Neustadt
Hiltrud Funk übernimmt Vorsitz beim Museumsverein
Zwei Zahlen sprechen für das große Engagement, mit dem Helga Willer den Verein geführt hat: 75 Mitglieder hatte er, als sie 2005 die Nachfolge von Annelies Mader antrat, 325 sind es heute. Die besondere Art, wie sie auf Menschen zugehe, nannte Kulturdezernent Ingo Röthlingshöfer denn auch als große Tugend der Scheidenden. Als „Leitfigur“ bezeichnete sie Beisitzer Remmert-Ludwig Koch in seiner Laudatio: „immer präsent, voller Pläne und Ideen“. So geht u. a. das erfolgreiche Format der „Mittwochstreffs“ auf ihre Initiative zurück.
An dieser Reihe, bei der wechselnde Referenten einmal pro Monat über ganz verschiedene Themen referieren, solle unbedingt festgehalten werden, stellte Hiltrud Funk nach ihrer einstimmigen Wahl klar. Die promovierte Pädagogin, die seit 2013 in Neustadt lebt, nannte die Neukonzeption des Museums, die eigentlich bereits 2020 beginnen sollte, als größte Herausforderung der nächsten Zeit. Ohne auf Details einzugehen, forderte sie, dass das Museum „künftig breiter aufgestellt“ sein und sich für weitere Zielgruppen öffnen müsse. Ein Depot, das diesen Namen verdient, und eine eigene Räumlichkeit für die Museumspädagogik nannte sie als weitere Erfordernisse. Als erste Amtshandlung ernannte sie ihre Vorgängerin zur Ehrenvorsitzenden.
Die Wahl brachte aber noch eine weitere Veränderung im Vorstand: Johannes Weingart, der seit der Gründung des Fördervereins vor 34 Jahren ununterbrochen Schatzmeister war, trat nicht mehr an, um sich künftig mehr auf seine stadtgeschichtlichen Forschungen konzentrieren zu können. Seine Position übernimmt Katja Rössler, Lehrerin an der Heinz-Sielmann-Grundschule, die das Museum in der Villa Böhm über die Besuche mit ihren Klassen kennengelernt hat. Alle weiteren Vorstandsmitglieder wurden im Amt bestätigt: Stellvertretende Vorsitzende bleibt Loreto Moritz, Schriftführerin Christa Jäck, Beisitzer Remmert-Ludwig Koch und Werner Schreiner.