Neustadt Hilschweiher ohne Wasser

91-90898959.jpg

Der Hilschweiher im Edenkobener Tal, das Jahr über ein beliebtes Ausflugsziel, ähnelt derzeit eher einem Trockendock als einem Gewässer. Der Weiher ist geleert und abgefischt. Die Boote liegen auf dem Trockenen. Des Rätsels Lösung: Das Regenrückhaltebecken wird saniert.

„Ein Riesenaufwand, aber er macht sich bezahlt“, heißt es dazu aus der Verbandsgemeindeverwaltung. Das „Regenrückhaltebecken mit Teileinstau am Hilschwasser im Triefenbachtal westlich von Edenkoben“ – so die offizielle Bezeichnung in den Akten – wurde 1960 für den Hochwasserschutz gebaut, erläutert Fachbereichsleiter Andreas Roth. Das mit einem Damm künstlich errichtete Gewässer sei in die Jahre gekommen, es müsse daher dringend saniert werden. Zudem soll die Wasserqualität mit den Umbauten verbessert werden. Dazu musste der Hilschweiher abgefischt und geleert werden. Die Sanierung kostet die Verbandsgemeinde 25.000 Euro. Das Bett des Weihers soll in den nächsten Wochen von Sand befreit, die dem Hochwasserschutz dienenden Bauwerke gewartet werden. Inspiziert wird das Becken in Abstimmung mit der oberen und unteren Wasserbehörde, der unteren Naturschutzbehörde sowie der Feuerwehr. Das Wasser sei langsam abgelassen worden, sagt Roth. Die Fische haben Mitglieder des Sportfischervereins Edenkoben davor in Abstimmung mit der oberen Fischereibehörde geangelt. Die Sanierungsarbeiten am Hilschweiher sollen laut Roth den Winter über laufen. „Ich freue mich auf den Tag, an dem der Hilschweiher wieder voll mit Wasser und voll funktionsfähig ist“, sagt Edenkobens Stadtbürgermeister Werner Kastner (FWG) auf Anfrage der RHEINPFALZ. Sei das Gewässer dank seiner exponierten Lage, des dortigen Kiosks und der Möglichkeit, bei einer Ruderpartie Entspannung zu finden, doch für Jung und Alt ein gerade während der Sommermonate beliebtes Ausflugsziel. |som

x