Neustadt Hilfe, wenn’s finanziell brennt

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„Ich möchte die Feuerwehr Haßloch unterstützen.“ Diese Entscheidung haben momentan 301 Mitglieder des Förderkreises der Feuerwehr Haßloch getroffen – 15 mehr als im Jahr 2013, freut sich Förderkreis-Vorsitzender Gerd Dambach. Die aktiven Wehrleute und die Jugendfeuerwehrleute zählen zu den Mitgliedern dazu, doch mit 210 Personen seien die meisten der Förderkreis-Mitglieder passive Unterstützer. Mit ihren 16 Euro Jahresbeitrag sorgen sie dafür, dass sich die Haßlocher Wehr Dinge leisten kann, welche die Kommune nicht finanziert. „Die Kassenlage wird immer schlechter“, berichtet Dambach, der den Förderkreis der Feuerwehr seit 2013 führt. Und so springe der 1980 gegründete Verein immer dann ein, „wenn’s klemmt“ – zum Beispiel bei Kleidung und technischer Ausrüstung. Das jährliche Schlachtfest, im vergangenen Jahr erstmals mit Tombola, und der Tag der offenen Tür helfen zusätzlich mit, die Kasse des Förderkreises zu füllen. Bei den Veranstaltungen helfen laut dem Förderkreis-Vorsitzenden auch stets die Frauen tatkräftig mit, indem sie zum Beispiel Kuchen backen. Rund 6000 Euro seien im Jahr 2014 für Anschaffungen ausgegeben worden. So wurden zum Beispiel Akkulampen bestellt, mit denen laut Dambach auch ohne Kabel entlegene Einsatzstellen „taghell beleuchtet werden können“. Die Akkulampen können bei Einsätzen im Wald nützlich sein, oder auch, wenn ein Auto bei einem Unfall weit von der Straße abkommt. Bei der Massenkarambolage auf der A 65, in die am 1. Weihnachtsfeiertag sieben Autos verwickelt waren (wir berichteten) und bei dem die Einsatzstelle sich auf etwa 500 Meter erstreckt habe, „hätten wir die Lampen gut brauchen können, sie sind aber leider noch nicht da“, erzählt der Förderkreis-Vorsitzende. Gerade hat er für das RHEINPFALZ-Foto posiert und dabei Gegenstände am Körper oder in der Hand getragen, die der Förderkreis spendiert hat: die Wollmütze mit der Aufschrift Feuerwehr Haßloch zum Beispiel. Oder ein Messgerät, mit dem festgestellt werden kann, ob Wasser Strom führt. Das könne sehr nützlich sein, wenn ein Keller leergepumpt werden muss. Auch einen Schlüsselanhänger mit dem Wappen der Gemeinde und der Aufschrift „Freiwillige Feuerwehr 1851“ für die Feuerwehr-Angehörigen hat der Förderkreis gestaltet. Ein von den Förderern spendierter Kaffeeautomat sorgt dafür, dass die Wehrleute immer frisch gebrühten Kaffee trinken können. Und auch die Spülmaschine im Feuerwehrhaus und die Digitalkamera der Jugendfeuerwehr sind laut Dambach dem Förderkreis zu verdanken. Sein ganzer Stolz ist aber das Brandhäuschen, in das zur Branderziehung künstlicher Rauch eingeleitet werden kann und das wie ein Puppenhäuschen mit Playmobilfiguren bestückt ist. Doch nicht nur Materielles wird vom Förderverein angeschafft – er sorgt auch mit dafür, dass die Feuerwehrleute an Aus- und Weiterbildungen teilnehmen können. So hat der Förderkreis ein Wärmegewöhnungsseminar gesponsert, bei dem Wehrleute lernen, sich in einer Umgebung unter extremer Hitzeeinwirkung zurechtzufinden. Türklinken können dabei schon mal 220 Grad Celsius heiß werden. Erstmals habe der Förderkreis 2014 auch einen Feuerwehr-Workshop für den Lions-Club angeboten, blickt Gerd Dambach zurück. Als Vorhaben nennt der Vorsitzende die Bildung von Rücklagen, die als Zuschuss für das Mehrzweckfahrzeug dienen sollen. Ein weiteres Projekt für 2015: die Feier des 35-jährigen Bestehens des am 7. Juni 1980 gegründeten Vereins.

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