Haßloch Heimatmuseum: Geheimkammern und ein Weinkeller
Das „Älteste Haus“, in dem das Heimatmuseum seit 1986 beheimatet ist, stammt aus dem 16. Jahrhundert, eingemeißelt in Stein ist über dem Kellereingang die Jahreszahl 1599. Bei dem Gebäudeensemble, das unter Denkmalschutz steht, handelt es sich um die in der Vorderpfalz typische Rechteckform eines „Dreiseithofes“. Bei dieser Gehöftform sind Wohnhaus, Scheune und Stallungen um einen Innenhof errichtet. Zur Straße hin schließt der Dreiseithof mit einem großen Rundbogentor und einer kleinen Pforte, dem „Nadelöhr“, ab.
Seit einer aufwendigen Renovierung des Renaissancebaus in den 1980er-Jahren ist in der Gillergasse das Heimatmuseum untergebracht. Neben dem Weinkeller mit seinem Tonnengewölbe können die Scheune und der neugestaltete Garten besichtigt werden. Das Wohnhaus mit der alten Bauernküche, der Vorratskammer, der Waschküche und der „Guten Stube“ geben Einblick in Urgroßmutters Zeiten. Im oberen Stock befindet sich die Textil- und Webstube. Neben der Waffenkammer liegt das erste Wasserklosett von Haßloch. Eine Besonderheit sind die beiden, von außen nicht sichtbaren Geheimkammern. Das alte Schulzimmer und das Spielzimmer mit einer „Reitschule“ von 1927 schließen sich an. Die Museumsfreunde informieren über die Exponate und Historisches. Das Heimatmuseum ist ab April bis Ende November jeden ersten und dritten Sonntag im Monat jeweils von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.