Hassloch / Edenkoben RHEINPFALZ Plus Artikel Hardrock-Duo „Dark Side of Chronnos“ mit neuer CD am Start

Das dritte Album des Hardrock-Duos „Dark Side of Chronnos“ aus Haßloch und Edenkoben trägt den Titel „Turn Of The Times“, also Z
Das dritte Album des Hardrock-Duos »Dark Side of Chronnos« aus Haßloch und Edenkoben trägt den Titel »Turn Of The Times«, also Zeitenwende, doch mit Corona haben die Songs – versprochen! – trotz der Schutzmasken, die Markus Köbler (links) und Alex Jung hier tragen, nichts zu tun.

„Turn Of The Times“ lautet der Arbeitstitel des voraussichtlich am 21. August erscheinenden Albums der Classic-Hardrocker „Dark Side of Chronnos“. Das Video „The Haunted House Of Rock Is Down“ hat das ungewöhnliche Duo aus Edenkoben und Haßloch jetzt schon als Appetitmacher auf Youtube eingestellt.

„Turn Of The Times“ ist bereits die dritte Langspielplatte des 2012 gegründeten Ensembles, das zwischenzeitlich auch schon in Viererformation in Erscheinung getreten ist. Schlagzeuger Markus Köbler ist Haßlocher und Sohn der bekannten Künstlerin Gabriele Köbler, die sich besonders mit ihren figurativen Betonskulpturen einen Namen gemacht hat. Der Sänger und Gitarrist Alex Jung stammt aus Edenkoben und gilt als das, was man in der Szene gerne als Mastermind bezeichnet: Er schreibt alle Texte und Melodien, mischt, produziert und war bisher sogar immer für das Cover-Artwork der CDs verantwortlich. Für die kommende Scheibe haben Köbler und Jung aber den weltweit erfolgreichen New Yorker Illustrator Jeff Huang gewinnen können, der unter anderem auch schon für Kultautor Stephen King tätig war, und nun auch „DSoC“ seine Unterstützung zugesagt hat.

Anfangs beherrschte Jung kein einziges Instrument

Die Geschichte von „Dark Side of Chronnos“ nahm 2009 ihren Lauf: Damals trafen die Familienväter und Metalfans Klaus Wiedrich und Alex Jung bei einem Kindergartenfest zufällig aufeinander und beschlossen spontan ein gemeinsames Bandprojekt aus der Taufe zu heben. Unglaublicherweise beherrschte Jung damals noch gar kein Instrument. Sehr schnell brachte er sich autodidaktisch das Gitarre spielen bei, und schon drei Jahre später nahmen er und Wiedrich über einen digitalen Mehrspur-Aufnahmerecorder zehn selbstgeschriebene Stücke auf, wobei Wiedrich für den Gesang und Jung für alle Instrumentaleinspielungen, inklusive Bass und Schlagzeug, zuständig war.

So entstand Album Nummer eins, „Ready To Rumble ... And Ready To Rock“, in einer Auflage von gerade mal 50 Stück. Daraufhin stießen Oliver Keck (Bass) und Markus Köbler (Schlagzeug) dazu, und das Quartett spielte einen erfolgreichen Gig im Landauer „Haus am Westbahnhof“. Berufliche und private Gründe zwangen Wiedrich und Keck aber kurz darauf zum Ausstieg. Übrig blieb das heute noch existente Duo Köbler/Jung, das 2016, diesmal mit Jung auch am Mikro, die Langrille „Still Roxx Solid“ herausbrachte.

Und nun soll „Turn Of The Times“ die Reihe der Veröffentlichungen weiterführen. Auch wenn der Titel frei übersetzt „Zeitenwende“ bedeutet, hat er, wie man vielleicht annehmen könnte, nichts mit der Corona-Krise zu tun. „Die Texte sind schon lange vorher entstanden, befassen sich mit den allgemeinen Veränderungen, die der Mensch in seinem Leben durchmacht und haben nichts mit dem Virus zu tun“, erklärt Jung.

„Die Songs sollen rocken“, sind sich die beiden einig

Der Song „The Haunted House Of Rock Is Down“ schlägt allerdings ein wenig aus der Reihe. Darin geht es nämlich um den Abgesang auf ein ortsbildprägendes Haus, das 2018 in Edenkoben abgerissen wurde, was damals nicht bei allen Bürgern auf Zustimmung stieß und verschiedentliche Proteste hervorrief. Trotzdem wurde das Backsteingebäude in der Weinstraße mit seinen Sandstein-Fenstereinfassungen und figürlichen Fresken zum Opfer der Abrissbirne. „Damit ist meiner Auffassung nach auch ein Stück Geschichte dem Erdboden gleichgemacht worden. Das hat mich dazu veranlasst, den Song zu schreiben. Bilder des Gebäudes, die kurz vor seiner Zerstörung entstanden, sind im Video zu sehen“, so Jung.

Obwohl Jung mit 52 Jahren mehr als doppelt so alt ist wie der erst 25-jährige Köbler, ist beider Auffassung von Musik fast identisch: „Chronnos-Songs müssen rocken. Zugegeben bei Markus früher manchmal sogar noch ein bisschen mehr als bei mir. Aber seit er Musikmanagement studiert hat und im Rahmen seiner momentanen Tätigkeit als Volontär für ,Radio BOB!’ in Frankfurt schon mal Biff Byford, den Sänger von ,Saxon’ persönlich kennenlernen durfte, kommen sich unsere musikalischen Vorstellungen immer näher“, erklärt Jung. Mittlerweile seien beide so gut aufeinander eingestellt, „dass wir sicher sind, noch viele Zeitenwenden erfolgreich miteinander meistern zu können“„ CDs und weitere Infos zum Thema gibt es auf der Homepage www.darksideofchronnos.de.

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