Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: TSG Haßloch weiterhin mit Chancen auf den Ligaverbleib

Lino Messerschmidt trug fünf Tore zum TSG-Erfolg gegen Söflingen bei.
Lino Messerschmidt trug fünf Tore zum TSG-Erfolg gegen Söflingen bei.

Handball-Drittligist TSG Haßloch darf weiterhin auf den Klassenverbleib hoffen. Im ersten von vier „Endspielen“ besiegte die Mannschaft von Trainer Andreas Reckenthäler den Tabellenletzten TSG Söflingen mit 37:26 (13:12) und setzte sich an der Tabellenspitze der Gruppe sechs fest. Am Samstag geht’s zum nächsten Endspiel.

Am Ende waren die über 350 Fans im TSG-Sportzentrum erleichtert. Die Blau-Weißen setzten diesmal bis zum Abpfiff auf Tempospiel und wurden belohnt: Es war der höchste Sieg in der Abstiegsrunde.

Bis zur 40. Minute lief nicht alles nach Plan. „Die Mannschaft hat klar den Druck gespürt, jetzt gewinnen zu müssen, und war extrem nervös“, verriet Andreas Reckenthäler. Haßloch lag stets in Front, setzte sich aber nicht ab, weil Söflingen immer zum Ausgleich kam. „Es waren einfach einige technische Fehler zu viel“, sagte Konstantin Herbert.

Bis zu diesem Zeitpunkt war Reckenthäler nur mit dem Abwehrverhalten seines Teams zufrieden. Er hatte taktisch eine Veränderung vorgenommen und Konstantin Herbert auf der linken Halbposition in der Abwehr eingesetzt. „Hier hatten wir gerade in den letzten beiden Spielen große Probleme. Konstantin hat das sehr gut gemacht.“ Ohnehin war der 22-jährige Spielmacher einer der auffälligsten Akteure. Er überzeugte auf dem linken Flügel. So traf der BWL-Student zum 17:15 und leitete die souveräne Schlussphase mit seinen Treffern zum 21:18 und 22:19 ein. Gerade das Spiel über die Außen kam immer besser zur Geltung, da Söflingen noch offensiv deckte. Die TSG war auch im Tempospiel nicht zu bremsen. „Die Gäste haben dem hohen Tempo Tribut zollen müssen“, war sich Reckenthäler sicher. Besonders glücklich war er, dass wieder auf Elvijs Borodovskis Verlass war. Die Würfe des Letten waren nicht zu halten. Reckenthäler: „Ich hatte viel mit ihm gesprochen und ihm klar gemacht, dass er sich auf seine Stärken besinnen soll. Bei ihm ist es so, dass er erst einen guten Tag hat, wenn der erste oder zwei Wurf im Netz ist.“

Schon am Samstag sollen die nächsten Zähler her. Dann reist die TSG zum TuS Volmetal, der sich als Tabellendritter noch Chancen auf den Ligaverbleib ausrechnet. Dazu ist ein Sieg gegen die TSG notwendig. „Aber wir haben noch etwas gutzumachen“, erinnert sich Dennis Gregori an die 25:26-Niederlage vor eigener Kulisse nach zweimaliger Fünf-Tore-Führung. Der Druck bleibt. „Wir haben uns diese Situation selbst eingebrockt. Volmetal wird ein sehr schweres Spiel“, sagt Herbert.

So spielten sie

TSG Haßloch: Schlingmann, Bitz, Modzinski (n. E.) – Seelos (5), Götz (1), Borodovskis (11/5) – Konstantin Herbert (6), Gregori (5) – Messerschmidt (5) – Julius Herbert, Surblys (2), Treiber (1), Zech (1), Hannes.

Spielfilm: 4:2 (8.), 7:7 (15.), 11:8 (21.), 11:11 (23.) 13:12 (27., Halbzeit), 14:14 (33.), 17:16 (36.), 19:17 (39.), 22:19 (42.)24:19 (44.), 27:21 (49.), 30:23 (53.), 35:25 (56.), 37:25 (60., Ende); Siebenmeter: 5/5 – 4/2; Zeitstrafen: 3/4; beste Spieler: Borodovskis, Konstantin Herbert, Schlingmann – Hartmann, Bär; Zuschauer: 350; Schiedsrichter: Bittner/Casselmann (Dreieich)

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