KREFELD RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: TSG Haßloch verliert Drittliga-Saisonauftakt in Krefeld

Unzufrieden mit der Torausbeute: TSG-Kapitän Kevin Seelos.
Unzufrieden mit der Torausbeute: TSG-Kapitän Kevin Seelos.

Die TSG Haßloch zeigte Einsatz und Kampf zum Auftakt der Drittliga-Saison bei Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld Niederrhein. Dass am Ende bei der 23:25-Niederlage nichts heraussprang, hatte andere Ursachen.

Nach 60 Minuten herrschte zunächst Ratlosigkeit. Mit hängenden Köpfen schlichen die Akteure der TSG Haßloch aus der Halle. Das hatte Gründe. Mit 25:23 (11:10) verlor die Mannschaft von Trainer Thomas Müller beim Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld Niederrhein. Es war aber eine vermeidbare Niederlage, denn fünf Minuten vor dem Abpfiff hatten die Bären durch Jan Triebskorn nochmals zum 23:23 ausgeglichen.

Trotz des Verletzungspechs von Denni Djozic (muskuläre Probleme) und Stefan Job (Muskelabriss), die auch die Reise an den Niederrhein nicht angetreten hatten, hätte sich die TSG keinen besseren Start in die neue Saison wünschen können. Von Beginn an agierten die Pfälzer hochkonzentriert in der mit 555 Zuschauern besetzten Glockenspitzhalle am Niederrhein und überraschten mit ihrem Auftreten die hochfavorisierten Gastgeber. Besonders Neuzugang Jan Triebskorn demonstrierte seine Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor und sorgte mit fünf Treffern in den ersten 20 Minuten für die klare 9:5-Führung der Gäste.

Kollektiver Einbruch

Danach folgte allerdings der kollektive Einbruch. Es mangelte nicht nur an der Abstimmung, auch der letzte Biss im Abwehrverbund fehlte, um die weiteren Angriffsbemühungen der Gastgeber zu unterbinden. Dabei profitierten die Hausherren von den vergebenen Chancen der Bären. „Wir hätten uns bis zur Pause schon mit mehr als fünf Toren absetzen können“, klagte Kapitän Kevin Seelos nach der Partie. Es kam dann aber anders. Mit fünf Treffern in Folge zog Krefeld überraschend davon. Zwar gelang Kapitän Seelos noch der Ausgleich zum 10:10, aber Moritz Kristoffer Barwitzki sorgte noch vor dem Pausengong für die vielumjubelten Führung.

„Es waren einfache Dinge, die Krefeld zurück ins Spiel kommen ließen“, stellte Seelos später fest. So bemühte sich Haßloch nach dem Pausentee um eine erneute Führung. Jan Triebskorn, auf der rechten Rückraum-Position weiter kaum zu bremsen, schaffte erneut den Ausgleich, ehe die Gäste wieder mit drei Toren davonzogen. Es war stets zum Haare raufen. Die Bären gaben sich keinesfalls geschlagen. Lars Hannes, der sowohl auf Linksaußen für Djozic und Kern einsprang und später nach der Verletzung von Julius Herbert am Kreis agierte, sorgte für einen Doppelschlag, dann war es erneut Triebskorn, der den gegnerischen Keeper zum 14:14 überwand.

Erneute Rückschläge

Es folgte der erneute Rückschlag. Die Bären gerieten erneut mit drei Toren in Rückstand. Es war nichts für schwache Nerven – ein Auf und Ab. Aber Haßloch gab sich zu keiner Phase trotz des Rückstandes geschlagen. „Wir wussten, dass wir eine Chance haben. Daran haben wir bis zum Ende geglaubt“, sagte Seelos. In der Tat: Erst sorgte Dennis Götz mit seinem sicher verwandelten Siebenmeter zum 22:22-Ausgleich, dann legte Jan Triebskorn nach der erneuten Führung von Krefeld zum 23:23 nach.

„Gerade in dieser Phase hätten wir den Sack zu unseren Gunsten zu machen müssen“, sagte Seelos, nachdem seine Mannschaft gleich zwei Mal in Ballbesitz war und daraus kein Kapital schlagen konnte. Stattdessen zog Krefeld nochmals in den Schlusssekunden mit zwei Toren davon. „Wir sind nach Krefeld gefahren und wussten, dass wir nichts zu verlieren hatten. Diesmal ärgern wir uns umso mehr, dass wir in einem Spiel, in dem wir die bessere Mannschaft waren, nichts geholt haben“, sagte Seelos. „Jetzt gehen wir eben mit sehr viel Selbstvertrauen in unser erstes Heimspiel am kommenden Samstag“. In der Pfalzhalle empfangen die Bären den HSC Bad Neustadt.

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