Hassloch
Handball: TSG Haßloch II schlägt VTV Mundenheim II
In dem ausgeglichenen und spannenden Spiel traf Lars Hannes auf seine ehemaligen Vereinskollegen. Der Kreisläufer war 2018 von Mundenheim nach Haßloch gewechselt. „Das war ein Spaßspiel für mich“, meinte Hannes nach dem Schlusspfiff. Mit 27:25 (10:12) hatte sein Team den Tabellendritten bezwungen. Dass er statt am Kreis diesmal im Rückraum agierte, störte ihn nicht. „Ich habe ja in der Jugend schon im Rückraum gespielt“, sagte der 21-Jährige. Es war Hannes’ erster Einsatz in dieser Runde im Verbandsliga-Team. „Lars Hannes, Tim Freitag und Max Zech haben uns in der vergangenen Saison den Ligaverbleib gesichert“, gestand Cimo, dass die Einsätze der Drittliga-Akteure seiner Mannschaft schon sehr geholfen haben. Jetzt sei es Hannes’ Wunsch gewesen, gegen seinen ehemaligen Verein zu spielen.
Mittelfristig in die Pfalzliga
In der TSG II sollen sich junge Handballer entwickeln können. „Wir wollen in der nächsten Saison noch mehr A-Jugendliche in der Zweiten Mannschaft einsetzen“, erzählte Thomas Müller, Sportlicher Leiter der TSG. „A-Jugendliche können mit Doppelspielrecht beliebig zwischen der Jugend und der TSG II hin- und herwechseln“, ergänzte Peter Henkes, Jugendkoordinator in Haßloch. „Wir wollen die TSG II neu orientieren, wir wollen mittelfristig in die Pfalzliga.“
Zunächst muss Ladislav Cimo aber damit klarkommen, dass die meisten seiner Spieler selten im Training sind. So ordnete er nach der Mundenheim-Partie eine Mannschaftssitzung an. „Ich nutze die Gelegenheit, weil alle Spieler da sind“, sagte er. „Es sind mehr beim Spiel als beim Training“, gab Henkes zu.
„Ich trainiere auch nie“, verriet Hannes Röckel später. „Ich schaffe es unter der Woche nie zum Training.“ Er studiere in Karlsruhe und habe bis 19 Uhr Vorlesungen. Weil sich die Haßlocher kaum einspielen könnten, „spielen wir allgemein bekannte Spielzüge“, erzählte Röckel schmunzelnd. „Aber das hat ja funktioniert.“
Wuchtige Mundenheimer
Die körperbetont spielenden Gäste brachten deutlich mehr Gewicht aufs Feld als die Gastgeber. Das musste auch der einzige Haßlocher A-Junior im Spiel, Aurel Albert, feststellen: „Es war alles ein bisschen körperlicher“, sagte der 17-Jährige, der in Neustadt das Leibniz-Gymnasium besucht. Im Spiel eins gegen eins gegen die wuchtigen Mundenheimer sei es schon schwer für ihn gewesen. „Aber es hat Spaß gemacht.“
Die Mundenheimer lagen zunächst immer in Führung, setzten sich aber nie deutlich ab. Das lag auch daran, dass mit zunehmender Dauer TSG-Tormann Loic Modzinski immer mehr Würfe der VTV-Spieler parierte. Knackpunkt in der Partie war der Moment, als drei Mundenheimer eine Zeitstrafe absitzen mussten, unter anderem Andre Rebholz, ihr Dreh- und Angelpunkt, wegen Meckerns. (48.). Die TSG steuerte ab da dem Sieg entgegen. „Es war eine super Atmosphäre in der Halle“, lobte Hannes Röckel die Zuschauer, die die TSG lautstark anfeuerten. Für ihn hieß es nach der Mannschaftssitzung, nach Hause zu fahren „und ein bisschen lernen“.
Auch für Lars Hannes war nach dem Schlusspfiff endlich Feierabend. Ein Sieg mit der TSG II, ein Unentschieden mit der TSG I und eine 19:22-Niederlage mit seinen B-Jugendlichen gegen den TV Hochdorf – so sieht seine Wochenend-Bilanz aus. „Jetzt duschen und dann heim“, lautete sein nächster Wunsch.
So spielten sie
TSG Haßloch: Modzinski - Pirker (1), Hannes - Gravemaker (1), Schlafmann (3) - Hoffmann, Huhn (5) - Röckel (8), Aurel (3), Thiemann (1), Krick (3), Buschsieper, Scherr.
Spielfilm: 3:7 (10.), 6:9 (22.), 9:9 (26.), 10:12 (30.), 14:13 (37.), 15:16 (41.), 20:17 (48.), 23:19 (51.), 24:24 (57.), 25:25 (58.), 27:25 (60.). Zeitstrafen: 2/6 - Siebenmeter: 3/2 - 3/2. Beste Spieler: Modzinski, Röckel - Rebholz, Scheiring. Zuschauer: 60. Schiedsrichter: Krick/Scholl (Kaiserslautern).