Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Drittligist TSG Haßloch verliert beim Spitzenreiter

Tobias Job
Tobias Job Foto: Linzmeier-Mehn

40 Minuten lang konnte die TSG Haßloch die Spitzenreiter vom TuS Fürstenfeldbruck ärgern. Doch dann leisteten sich die Drittliga-Handballer von TSG-Coach Tobias Job ein paar unnötige Fehler und machten damit den Favoriten stark. Am Ende wurde die Niederlage deutlich.

Ganz unzufrieden war Job mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht. „40 Minuten lang haben wir ein richtig gutes Auswärtsspiel gezeigt“, sagte er. Die Haßlocher hätten Fürstenfeldbruck ärgern wollen, „und das ist uns gelungen“. Dass es letztlich nicht zu mehr reichte, lag vor allem an der Phase zwischen der 35. und 39. Minute. Als die plötzlich wie ein Spitzenreiter aufspielenden Brucker mit einem 4:0-Lauf das Spiel drehten.

Allerdings machten es die Haßlocher ihnen auch relativ leicht. Sie spielten in Unterzahl und nahmen bei Ballbesitz wie üblich Torhüter Daniel Schlingmann für einen weiteren Feldspieler aus dem Kasten. Dabei leisteten sich die Haßlocher aber zwei, drei Fehlwürfe und Ballverluste, die die Brucker gnadenlos für Treffer ins verwaiste Tor nutzten. „Da haben wir das Spiel aus der Hand gegeben“, konstatierte Job.

Den Tabellenführer gut im Griff

Bis dahin hatten die Gäste die Angriffsmaschinerie des Tabellenführers gut im Griff. Zuspiele auf den Kreis ließen sie nicht zu, die Brucker mussten ihr Heil bis dahin wenig erfolgreich aus der zweiten Reihe versuchen. Vorne teilten sich die Haßlocher die Last des Toreschießens: Sechs Schützen zeichneten für die ersten acht Tore verantwortlich, lediglich Stefan Job und Kevin Seelos trafen bis dahin doppelt.

Als die Haßlocher eine 12:10-Führung mit in die Pause nahmen, war es auch nicht unbedingt ein Ergebnis, das eine Überraschung in der Luft liegen ließ. Der Tabellenführer tat sich auch spielerisch unerwartet schwer gegen die bissigen Gäste, bei denen am Ende Seelos aus einer kompakten Mannschaftsleistung ein wenig herausragte. „Leider haben wir uns für diese Leistung nicht belohnt“, sagte Tobias Job. Und so wurde der Abstand beider Teams in der Tabelle mit der Zeit auch immer mehr im Ergebnis sichtbar. Je länger die Partie dauerte, desto leichter fiel den Bruckern das Toreschießen. Die Haßlocher scheiterten dagegen immer öfter am zunehmend stärker werdenden Michael Luderschmid im TuS-Tor. Spätestens als die Brucker zwischen der 53. und 56. Minute aus einem 26:22 ein 29:22 machten, war die Partie dann zu Ungunsten der Haßlocher entschieden.

Jetzt kommt Hochdorf

„Drei, vier Tore zu hoch“ sei die Niederlage am Ende ausgefallen, so Job, der das Positive mitnimmt. „Beim Tabellenführer kann man mal verlieren.“ Zwar sei die Pleite nach der anfänglichen Leistung ärgerlich. „Aber es gibt wichtigere Spiele, in denen es zu punkten gilt“, sagte der Übungsleiter mit Blick auf die anstehenden beiden Heimpartien gegen den TV Hochdorf und gegen Oppenweiler.

So spielten sie

TSG Haßloch: Pfaffmann, Schlingmann, Modzinski, Borodovskis, Hannes (2), Kern (3), Zech, Muhovec, Seelos (6), Gregori (4), S. Job (3), Zeller (1), Djozic (5/3), Götz (1/1).

Spielfilm: 3:2 (5.), 5:5 (12.), 5:8 (17.), 9:10 (27.), 10:12 (30.), 14:17 (35.), 19:17 (39.), 25:20 (48.), 29:22 (55.), 32:25 (60.). Zeitstrafen: 3/6. Siebenmeter: 4/5. Beste Spieler: Kerst - Seelos. Zuschauer: 780. Schiedsrichter: Dennis Müller, Christof Seeger (Dettingen).

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