Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Drittligist TSG Haßloch erwartet das Schlusslicht

Andreas Zellmer (links, hier mit Dennis Götz und Kevin Seelos auf der TSG-Bank) blickt einer Handball-Pause entgegen. Er ist sei
Andreas Zellmer (links, hier mit Dennis Götz und Kevin Seelos auf der TSG-Bank) blickt einer Handball-Pause entgegen. Er ist seit 2011 bei der TSG Haßloch – erst als Spieler, ab 2018 dann als Cotrainer.

Mit dem Heimspiel gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht TSV Blaustein läuten die Drittliga-Handballer der TSG Haßloch im heimischen Sportzentrum (Samstag, 19.30 Uhr) den Endspurt in Sachen Klassenverbleib ein. Mit einem doppelten Punktgewinn soll der vorletzte Schritt in Richtung Ligaverbleib getan werden. Derweil kündigt auch der TSG-Cotrainer seinen Abschied an.

„Die Zähler müssen am Wochenende in Haßloch bleiben“, fordert Cotrainer Andreas Zellmer. Mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone sei das erklärte Ziel bereits in greifbarer Nähe. Allerdings traut die rechte Hand von Cheftrainer Job der Truppe noch etwas mehr zu: „Wichtig ist es, uns nach hinten abzusichern. Ich denke aber, dass in den kommenden Wochen etwas mehr möglich sein könnte. Die anstehenden Heimspiele gegen Blaustein, Erlangen und Plochingen sind machbar. Auch in Dansenberg und bei den Junglöwen kann an einem guten Tag etwas gehen. Vielleicht gelingt es uns noch, einen einstelligen Tabellenplatz zu ergattern.“

Cheftrainer Job geht die Sache etwas vorsichtiger an: „Gerade in solchen Spielen kann man nur schlecht aussehen. Wir haben zwar in Blaustein hinten ganz wenig zugelassen, uns aber mit nur 22 Treffern auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dennoch wollen wir vor der Osterpause das Saisonziel erreicht haben. Ein Sieg am Wochenende würde uns dem Ganzen sehr nahe bringen.“

Zellmer: Mannschaft braucht neue Impulse

Der 36-jährige Zellmer gilt eigentlich schon fast als Haßlocher Urgestein. Er hat ab 2011 bis zur Beendigung seiner Aktivenkarriere im Jahr 2018 für die TSG gespielt. Seither fungiert er als Cotrainer und bildet mit Tobias Job ein erfolgreiches Gespann. Hierbei unterstützt er seinen Cheftrainer an zwei Übungstagen pro Woche insbesondere in Sachen Torwart- und Wurftraining. Zudem vertritt er punktuell den phasenweise beruflich stärker eingespannten Job. „Die Zusammenarbeit mit Tobias und dem Team war immer sehr angenehm und hat Spaß gemacht. Doch jetzt wird es nach so vielen Jahren Zeit, kürzer zu treten. Zudem braucht die Mannschaft neue Impulse. Deshalb werde ich mich, wie Tobias auch, zurückziehen“, kündigt auch Andreas Zellmer seinen Abschied an.

Seit seinem 15. Lebensjahr sei er nun in Sachen Handball unterwegs, kam über seinen Heimatverein TG Osthofen ins Sportinternat des SC Magdeburg und spielte anschließend für den damaligen Zweitligisten HG Oftersheim/Schwetzingen und eben die TSG Haßloch, die auch seine zweite handballerische Heimat geworden sei, zumal er auch bei einem namhaften Sponsoren des Vereins angestellt sei. Nun sei nach seinem Dafürhalten genau der richtige Zeitpunkt gekommen, einen Cut zu machen.

Offene Zukunft

Seine Zukunft in Sachen Handball sieht Andreas Zellmer als völlig offen an: „Ich habe in dieser Hinsicht keine konkreten Pläne und möchte erst einmal die Pause genießen. Ob ich danach noch einmal in irgendeiner Funktion zurückkomme, das wird sich zeigen.“

Somit gilt es für Haßlochs Sportlichen Leiter Thomas Müller nicht nur, den scheidenden Cheftrainer Tobias Job adäquat zu ersetzen, sondern auch einen Cotrainer mit einem entsprechenden Draht zur Mannschaft zu finden. Eine Aufgabe, die sich aktuell als schwer lösbar erweist. Denn Wochen nach Jobs Ankündigung, sein Traineramt zum Rundenende niederzulegen, scheint noch immer kein geeigneter Nachfolger gefunden zu sein.

Tim Götz bei TSG im Gespräch

Übrigens steht Tim Götz, Denker und Lenker im Hochdorfer Team, nach RHEINPFALZ-Informationen vor einem Wechsel vom Rivalen TV Hochdorf zur TSG Haßloch. „In den nächsten zwei Wochen soll hier eine Entscheidung fallen“, sagt Christian Deller, Geschäftsführer der TVH-GmbH.

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