Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Drittligist TSG Haßloch beim TuS Fürstenfeldbruck

Die Buschfeuer in Australien sorgen für dichten Rauch auch in Sydney, hier am Opera House. Oliver Zeller hat deshalb nicht drauß
Die Buschfeuer in Australien sorgen für dichten Rauch auch in Sydney, hier am Opera House. Oliver Zeller hat deshalb nicht draußen laufen können. Foto: dpa/Saphore

Mit dem ersten Spiel 2020 will Handball-Drittligist TSG Haßloch frühzeitig die Weichen für den Ligaverbleib sichern. Die Schützlinge von Trainer Tobias Job treten beim TuS Fürstenfeldbruck (Samstag, 19.30 Uhr) an. Große Hoffnungen setzt Haßloch auf Oliver Zeller.

Man hat ihn lange vermisst. Jetzt ist der Spielmacher wieder zurück. Nach zehn Wochen in Sydney ist Oliver Zeller am Tag vor Heiligabend wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Jetzt schreibt er sein Kapitel Handball bei der TSG Haßloch weiter. Der 23 Jahre alte Rückraumspieler, der bei einer Marketingagentur ein Praktikum absolviert hat, ist froh, zurück in der Mannschaft zu sein. „Es ist schöner, wieder mittendrin zu sein, als nur die Ergebnisse und Videos der Spiele auf der Sportlounge zu sehen“, sagt Zeller.

Der Mannheimer kennt die aktuelle Situation der TSG und will alles daransetzen, mit der Mannschaft frühzeitig den Ligaverbleib zu sichern. Derzeit sind die Bären nur einen Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt. „In Fürstenfeldbruck sind wir klarer Außenseiter, da haben wir nichts zu verlieren“, überlegt Zeller. „Wir haben dort meist gut gespielt, blieben aber am Ende ohne Punkte. Warum soll es uns diesmal nicht gelingen?“

Überfüllte Fitnessstudios

Doch er macht auch kein Geheimnis daraus, dass die Mannschaft derzeit schon unter Druck steht. „Spätestens beim Derby gegen Hochdorf müssen wir die Punkte holen, sonst brennt der Baum“, betont Oliver Zeller. Derzeit tut er alles, um richtig fit zu werden. Vier Einheiten sowie das Testspiel gegen den TVG Großsachsen hat er mit der Mannschaft in der Weihnachtspause absolviert. Ansonsten geht er derzeit täglich zusätzlich ins Fitnessstudio, um dort Übungen zu absolvieren. Seine sportlichen Aktivitäten haben Gründe: In Sydney konnte er nicht so trainieren, wie er es gerne getan hätte. „An Laufen war aufgrund des Nebels und der Rauchschwaden wegen der Buschbrände nicht zu denken. Und die Fitnessstudios waren derart überfüllt, dass ein vernünftiges Training kaum möglich war“, erzählt Zeller.

Dafür gibt er jetzt richtig Gas. „Bis auf den 31. Dezember habe ich bisher täglich trainiert“, verrät der Spielmacher. Dass ihm noch etwas Spielpraxis fehlt, das nimmt er gelassen hin. „Ich denke schon, dass ich nach ein bis zwei Spielen wieder zu meinem Rhythmus finde“, ist er sich sicher. Mit ihm soll es mit der TSG wieder aufwärts gehen.

TSG ist Außenseiter

„Wir sind natürlich klarer Außenseiter und wollen uns so gut wie möglich verkaufen. Fürstenfeldbruck spielt aus einer starken Abwehr heraus eine gute erste und zweite Welle und machte zuletzt wenige Fehler im Spielaufbau“, sagt Thomas Müller, der Sportliche Leiter der Haßlocher. „Unser Ziel muss es sein, ebenso wenige technische Fehler zu produzieren, geduldig zu sein, und Oliver Zeller kann sich noch etwas einspielen“, überlegt Müller.

Zumindest steht mit Zeller nach dessen Rückkehr dem zum Saisonende scheidenden Haßlocher Trainer Tobias Job eine weitere Alternative im Rückraum im neuen Jahr zur Verfügung. Dass sein Trainer den Verein zum Saisonende verlassen werde, habe er bereits in Australien vernommen, so Zeller. „Es ist einerseits Schade, weil Tobi ein Supertyp ist. Aber andererseits hat er selbst erkannt, dass die Mannschaft eine Veränderung und damit einen neuen Impuls braucht“, sagt Oliver Zeller. Wer künftig bei der TSG Haßloch an der Seitenlinie das Sagen hat, ist auch der Mannschaft nicht bekannt. „Wir hoffen, dass wir es bald erfahren“, betont Zeller.

Oliver Zeller trainiert, seit er zurück ist, täglich.
Oliver Zeller trainiert, seit er zurück ist, täglich. Archivfoto: Mehn
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