Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Drittligist TSG Haßloch beim SV Zweibrücken

Er ist auf dem Spielfeld quasi der verlängerte Arm von TSG-Trainer Thomas Müller: Jan Triebskorn.
Er ist auf dem Spielfeld quasi der verlängerte Arm von TSG-Trainer Thomas Müller: Jan Triebskorn.

Nach dem ersten Heimsieg in der Pfalzhalle will der Drittligist TSG Haßloch seinen positiven Lauf in der Südwestpfalz fortsetzen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Müller ist beim SV 64 Zweibrücken (Samstag, 18 Uhr, Westpfalzhalle) zu Gast ist. An Zweibrücken jedoch haben die Haßlocher keine guten Erinnerungen.

„Es ist neben dem Duell gegen Saarlouis das Spiel, auf das ich am meisten freue“, bekennt Philipp Hammann mit Blick auf die Partie seines SV 64 Zweibrücken am Samstag, 18 Uhr, gegen die TSG Haßloch. Weil Hammann als Kapitän die Befindlichkeiten seiner Mitspieler genau kennt, weiß er: „Das geht uns allen so.“ Nicht nur Neuzugang Tim Götz, der sich im direkten Spielmacher-Duell mit Bruder Dennis sieht, der für die TSG spielt.

„Wir haben ein gutes Verhältnis“, sagt Hammann über Dennis Götz, der schon eine Saison für den SV 64 gespielt hat. Just die, in der die Zweibrücker aus der Dritten Liga abgestiegen sind und beide Duelle gegen Haßloch verloren haben. „Aber mit Bulli auf der Trainerbank habe ich noch kein Spiel gegen Haßloch verloren. Das soll so bleiben“, verweist Hammann lachend auf den zurückgekehrten Trainer als Glücksbringer.

Der Kommunikator

Hammann und Stefan Bullacher, „das sind schon einige Stunde Telefonieren pro Woche“, verrät der Kapitän. „Genau so verstehe ich meine Rolle als Kapitän, als Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainer“, sagt Hammann. Er sei nicht der Kapitän, der die Mannschaft auf dem Spielfeld immer wieder nach vorne treibe, „ich sehe mich als Kapitän in der Rolle des Kommunikators“, sagt er. Dass miteinander geredet werde, „ist unglaublich wichtig“, weiß Hammann. Damit aus Problemchen keine kaum noch zu lösenden Probleme werden.

Expertentipps in Sachen Kommunikation könnte sich Hammann von Freundin Eileen Pinodi holen. Sie studiert auf Lehramt in Landau, Pädagogik gehört zu ihrem Lehrplan. Mit ihr tauscht sich Hammann auch über das aus, was ihn als Kapitän beschäftigt „Das hilft mir wirklich sehr“, schätzt er diese Gespräche. Zusammenzuziehen steht auf der Wunschliste der beiden weit oben.

Eigentlich ein 1000-Zuschauer-Spiel

Mit 25 Jahren ist Philipp Hammann bereits einer der Erfahrensten im Team. Auch deshalb weiß er: SV 64 gegen Haßloch, das heißt Derbyzeit. In einer Saison ohne Corona-bedingte Einschränkungen wäre das garantiert ein 1000-Zuschauer-Spiel. „Unsere Fans werden uns wieder unterstützen, als wären 1000 Leute in der Halle. Die Stimmung am vergangenen Samstag war überragend“, freut sich der Kapitän, dass wieder vor Fans gespielt werden darf.

Wie sein Trainer Stefan Bullacher hat auch Hammann den Gegner per Video genau analysiert. Beide sind sich einig: „Haßloch hat sich top verstärkt.“ Herausragend sei Neuzugang Jan Triebskorn. „Er ist einer der überragenden Drittliga-Spieler der vergangenen Jahre“, urteilt Bullacher über den Rückraumspieler, den sein Team in den Griff bekommen muss. „Mit Daniel Schlingmann haben sie seit Jahren einen der besten Torhüter der Liga, jetzt haben sie ihm Jan Bitz zur Seite gestellt. Ein klasse Duo“, lobt Bullacher. „Haßloch ist eine Spitzenmannschaft. Alles andere als ein Spitzenplatz am Ende dieser Saison wäre eine Überraschung.“

 Philipp Hammann
Philipp Hammann
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