Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Drittligist TSG Haßloch bei den Rhein-Neckar Löwen II

Sprung- und wurfgewaltig: Mit einem fitten Florian Kern (links) geht es bei der TSG wieder bergauf.
Sprung- und wurfgewaltig: Mit einem fitten Florian Kern (links) geht es bei der TSG wieder bergauf.

Der Höhenflug in den vergangenen Wochen hat einen Namen: Seit Florian Kern nach einer hartnäckigen Grippe wieder in den Kader zurückgekehrt ist, geht es beim Handball-Drittligisten TSG Haßloch wieder bergauf. Der seit acht Jahren bei den Bären spielende Flügelflitzer könnte wohl auch eine Klasse höher spielen. Doch der 26-Jährige setzt auf Kontinuität.

Noch gerne erinnert man sich an das Hinspiel: Da ließen die Bären im tierischen Vergleich den Junglöwen, dem Nachwuchs des Erstligisten Rhein-Neckar Löwen, keine Chance und besiegten sie mit 29:22 (12:13). Am Freitag steht das Rückspiel (20 Uhr, Trainingshalle Kronau) an. Und die Vorzeichen stehen bei den Bären diesmal besser als noch vor knapp vier Monaten. Während die Gastgeber um Trainer Michael Abt nach einigen personell bedingten Abgängen in den vergangenen Wochen noch voraussichtlich auf vier Leistungsträger verzichten müssen, kann TSG-Trainer Tobias Job diesmal auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Eine ganz wichtige Rolle nimmt dabei Florian Kern ein. Der Flügelflitzer, der auch im Rückraum einsetzbar ist, befindet sich nach seiner Genesung in bestechender Form und bewies zuletzt, dass er zu den besten Akteuren in der Liga zählt. „Dass ich einige Spiele wegen einer hartnäckigen Grippe pausieren musste, war ärgerlich, aber dafür bin ich jetzt wieder zu 100 Prozent fit“, meint der 26-Jährige.

Pause eingelegt

Der Sachbearbeiter bei der Betriebskrankenkasse der BASF SE, der Pronova BKK, schleppte sich wochenlang mit Erkältungssymptomen durch das Training und die Spiele, ehe er sich für eine Pause entschied. Umso wichtiger ist er nun im Saisonendspurt. Denn das Ziel der Bären ist klar. Sie wollen in den kommenden Wochen endgültig den Ligaverbleib sichern. „Deshalb würden wir gerne jetzt schon die Punkte gegen die Junglöwen mitnehmen“, sagt Kern.

Lust auf Dritte Liga

Und die Chancen stehen keinesfalls schlecht, auch wenn die TSG sich vom aktuellen Verletzungspech beim Nachwuchs des Bundesligisten nicht blenden lassen möchte. „Egal. wer dort an Bord ist, die Löwen sind immer für eine Überraschung gut. Gerade, wenn man nicht weiß, wer dort aufläuft oder fehlen wird“, sagt der Linksaußen. Er weiß, wovon er redet. „Entscheidend wird sein, dass wir sie nicht ins Spiel kommen lassen, an unsere Strategie festhalten und geschlossen als Mannschaft auftreten.“

Deshalb hält der Rechtshänder, der in Maxdorf lebt, zwei Punkte nicht für unmöglich. Kern: „Wir haben es auch im Hinspiel gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Und da war unsere Situation noch ein wenig anders.“ Vier Zähler in den nächsten beiden Partien, das dürfte dann fast den Ligaverbleib bedeuten. Und der gebürtige Ludwigshafener hat weiterhin Lust auf die Dritte Liga. Deshalb gab er auch in Haßloch frühzeitig seine Zusagen für die nächste Spielzeit. Dass er mit Denni Djozic mit einem bundesligaerfahrenen Kollegen auf der linken Außenposition konkurriert, darüber macht er sich kaum Gedanken. Dabei könnte er auch eine Klasse höher spielen. Kern: „Man könnte schon sagen, nach acht Jahren täte eine Luftveränderung gut, aber ich fühle mich in Haßloch sehr wohl. Hier lässt sich Handball mit meinem Beruf gut vereinbaren. Und ich glaube, die Dritte Liga ist genau das Richtige für mich.“

Anderen Vereinen abgesagt

Es gab in der Vergangenheit die eine oder andere Anfrage anderer Vereine. Kern sagte ab, denn „ich weiß hier, was ich habe. Mit unserem Sportlichen Leiter Thomas Müller habe ich jemanden, mit dem ich über alles reden kann“. Der Routinier freut sich schon auf den neuformierten Kader der nächsten Runde. „Wir sind auf jeden Fall mit den bisher bekannten Neuzugängen gut aufgestellt. Nur würden wir bald mal gerne wissen, wer der neue Mann nach Tobi Job sein wird“, sagt er augenzwinkernd.

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