Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Die TSG Haßloch in der Abstiegsrunde der Dritten Liga

So möchte Haßlochs Trainer Andreas Reckenthäler auch in der Abstiegsrunde jubeln können.
So möchte Haßlochs Trainer Andreas Reckenthäler auch in der Abstiegsrunde jubeln können.

Fragen und Antworten: Handball-Drittligist TSG Haßloch hat die Vorrunde in der Dritten Liga als Tabellensiebter beendet. Neun Siege, ein Remis und zwölf Niederlagen stehen zu Buche. Für die Haßlocher geht die Saison in der Abstiegsrunde weiter. Die RHEINPFALZ klärt die wichtigsten Fragen.

Warum gibt es eine Abstiegsrunde?
In der Corona-Saison 2020/2021 trafen die Liga-Verantwortlichen eine folgenreiche Entscheidung: Aus den Oberligen, deren Saison bereits nach wenigen Spieltagen abgebrochen worden ist (manche Mannschaft hatte noch gar kein Spiel bestritten), durften die Meister dennoch in die Dritte Liga aufsteigen. In den Dritten Ligen war die Saison unterbrochen, später mit neuem Modus fortgesetzt worden. Der sah dann vor, dass es keine Absteiger aus der Dritten Liga gibt. Das hatte zur Folge, dass in Liga drei in dieser Saison 82 statt bisher 64 Mannschaften spielen. Um wieder auf die Zahl von 64 Drittligisten zu kommen, steigen daher in dieser Runde 26 Mannschaften ab.

Wie sieht der Modus in der Abstiegsrunde aus?
Die Mannschaften, die in den sieben Vorrundengruppen die Plätze sieben bis elf beziehungsweise zwölf (je nach Gruppenstärke) belegt haben, gehen in die Abstiegsrunde. Dafür wurden erneut sieben Gruppen gebildet, formal fünf Gruppen à sechs und zwei à fünf Teams. In der Realität sind es dann drei Fünfer-Gruppen, da einer der 26 Absteiger bereits feststeht: Der TV Leichlingen hat Insolvenz angemeldet. Sportlich werden also noch 25 Absteiger ermittelt.

Wie sieht die Gruppe der TSG Haßloch aus?

Aus jeder Vorrundengruppe gehen zwei Teams gemeinsam in eine Abstiegsrundengruppe. Die TSG Haßloch ist als Tabellensiebter in Gruppe sechs eingeteilt. Aus der Vorrunde kommt die HG Oftersheim-Schwetzingen mit in diese Gruppe. Die Punkte aus den direkten Vergleichen aus der Vorrunde werden mitgenommen. Da Haßloch sowohl vor eigenem Publikum als auch in Schwetzingen gewonnen hat, startet die Mannschaft von Andreas Reckenthäler mit 4:0 Punkten. Haßloch trifft in der Abstiegsrunde außerdem auf die TSG Söflingen (3:1 Punkte nach der Vorrunde), TuSEM Essen II (4:0), den TuS Volmetal (0:4) und TSV Blaustein (0:4). Es gibt jeweils ein Hin- und Rückspiel. Im ersten Spiel am kommenden Samstag tritt die TSG Haßloch bei der TSG Söflingen in der Nähe von Ulm (19.30 Uhr) an.

Gibt es Favoriten in der Haßlocher Gruppe?

Die Mannschaften, die mit 4:0 loslegen, „haben sicher einen kleinen Startvorteil. Dazu gehört auch die TSG Söflingen mit 3:1 Punkten“, sagt Andreas Reckenthäler. Der TSG-Trainer rechnet ohnehin mit einer ausgeglichenen Gruppe und einem sehr harten Kampf um die ersten beiden Plätze, die letztlich den Klassenverbleib bedeuten. „Da wir von den ersten vier Spielen gleich dreimal auswärts antreten müssen, ist es schon ein Pfund, mit 4:0 Punkten zu starten. Ich rechne fest damit, dass uns gleich im ersten Spiel in Söflingen die schwerste Aufgabe erwartet. Diejenigen, die mit 4:0 oder 3:1 Punkten starten, muss man ohne Zweifel zum Kreise der Favoriten zählen. Wichtig ist, dass die Spieler verletzungs-, aber auch coronafrei bleiben“, sagt Reckenthäler. Der 39-Jährige ist überzeugt, dass die eine oder andere Mannschaft sich kurzfristig personell verstärken wird. So hat Söflingen gerade Isaiah Klein (21) vom Bundesligisten Frisch Auf Göppingen für die Spielmacher-Position verpflichtet. Im TuSEM Essen II rechnet Reckenthäler damit, dass die Youngster aus dem Zweitliga-Kader für die Spiele der Abstiegsrunde hinzugezogen werden.

Wird die TSG Haßloch sich zur Abstiegsrunde personell verstärken?

„Nein, wir vertrauen den Spielern, die da sind. Und deshalb wird es keine kurzfristigen Nachverpflichtungen geben. Die Jungs wissen, worauf es ankommt. Wir haben auch genug Potenzial, um den Ligaverbleib schaffen zu können“, sagt der Haßlocher Coach Andreas Reckenthäler.

Welche Auswirkungen hat die Drittliga-Abstiegsrunde auf die RPS-Oberliga?

Neben der TSG Haßloch und Hochdorf spielen die Sportfreunde Budenheim und der SV Zweibrücken in der Abstiegsrunde. In jeweils anderen Gruppen. Läuft es ganz schlecht, gibt es aus der Dritten Liga vier Absteiger in die RPS-Oberliga. In diesem Fall wären dann in der Oberliga die Plätze elf bis 16 Abstiegsplätze. Der Zehnte – aktuell belegt die VTZ Saarpfalz diesen Rang – wäre der erste Nicht-Abstiegsplatz.

Termine

Abstiegsrunde Dritte Liga: TSG Söflingen - TSG Haßloch (26. März, 19 Uhr); TSG Haßloch - TuS Volmetal (2. April, 19.30 Uhr); TSV Blaustein - TSG Haßloch (9. April, 20 Uhr); TuSEM Essen II - TSG Haßloch (22. April); TSG Haßloch - TSG Söflingen (1. Mai, 17 Uhr); TuS Volmetal - TSG Haßloch (7. Mai, 19.45 Uhr); TSG Haßloch - TSV Blaustein (14. Mai, 19.30 Uhr); TSG Haßloch - TuSEM Essen II (21. Mai, 19.30 Uhr).

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