Neustadt
Handball: Acht schwache Minuten Grund für Niederlage der TSG Haßloch

Die TSG Haßloch hat ihr Drittliga-Auswärtsspiel beim bislang vor heimischer Kulisse verlustpunktfreien HC Oppenweiler/Backnang mit 30:36 verloren. Die Akteure um Trainer Tobias Job schienen beim 20:21 kurzzeitig der Wende nahe. Ein umgehender 1:7-Lauf beraubte das Team um Führungsspieler Kevin Seelos aber aller Chancen.
Die vergangenen vier Begegnungen zwischen dem HC Oppenweiler/Backnang und der TSG Haßloch endeten mit Siegen für die Mannschaft aus der Pfalz. Beim neuerlichen Aufeinandertreffen vor 500 lautstarken Zuschauern in der Backnanger Karl-Euerle-Halle leistete sich beide Teams einen fahrigen Start mit vergebenen Großchancen. Danach übernahmen die Hausherren das Kommando. Marcel Lenz traf per Siebenmeter zum 1:0. Der HCOB legte das Tempo vor, kam im Angriff richtig in Fahrt, setzte sich auf 5:2 und auf 8:4 ab. Torgefahr ging von allen Positionen aus.
Haßlochs Angriffsspiel hingegen blieb in den ersten 20 Minuten häufig an der aufmerksamen Abwehr der Gastgeber hängen. Viel hing vom am Ende des Spieles als bester TSG-Akteur ausgezeichneten Kevin Seelos ab, der nicht nur zehn Treffer selbst erzielte, sondern auch einige vorbereitete. In den Minuten vor der Pause schlichen sich bei den HCOB-Handballern Unkonzentriertheiten ein. Sie verloren im Angriff mehrere Bälle. Die TSG Haßloch nutzte dies zu Kontertoren. Die von Tobias Job trainierten Gäste kamen bis zur Pause auf 15:17 heran.
Acht Minuten entscheiden Partie
Nach dem Seitwechsel blieb es zunächst spannend. Der HCOB legte ein 19:15 vor, dann drehte Haßlochs wurfgewaltiger Rückraumspieler Elvijs Borodovskis auf und warf drei Tore innerhalb kurzer Zeit. Der HC Oppenweiler/Backnang antwortete umgehend. Die Akteure von Trainer Matthias Heineke eroberten zahlreiche Bälle und setzten Haßloch mit schnellem Spiel unter Druck. Auch Torwart Stefan Koppmeier trug mit zahlreichen Paraden dazu bei. Er gewann das Torhüterduell an diesem Abend gegen Daniel Schlingmann und den für 15 Minuten eingewechselten Florian Pfaffmann auf Haßlocher Seite. Innerhalb von acht Minuten setzte sich der HC Oppenweiler/Backnang auf 28:21 ab, die Begegnung war entschieden.
In der Schlussphase verbuchte Haßlochs Kreisläufer Nils Röller mehrere Erfolgserlebnisse, in Summe war es aber nur Ergebniskosmetik. HCOB-Handballer Johannes Csauth sorgte auf der Gegenseite für den 36:30-Endstand. Und TSG-Trainer Tobias Job war enttäuscht: „Wir haben uns immer wieder in Situationen gebracht, in denen es schwer ist, das Spiel selbst zu steuern. Beim 20:21 hatten wir das Momentum auf unserer Seite, dann haben wir aber zu viele Kontertore bekommen.“
So spielten sie
HC Oppenweiler/Backnang: Beutel (n.e.), Koppmeier (Tor), Lenz (8/5), Buck (1/1), Sigle (2), Vlahovic (5), Wolf (3), Prasolov (1), Schöbinger (3), Strýc (5), Csauth (1), Raff (3), Lukas Köder (4), Tim Düren
TSG Haßloch: Pfaffmann, Schlingmann (Tor), Borodovskis (4), Hannes, Kern (2), Zech (1), Muhovec (1), Seelos (10), Gregori, Job, Hartstern (1), Zeller (4), Djozic (2), Röller (5), Götz
Spielfilm: 5:2, 14:11, 17:15 – 19:15, 21:20, 30:22, 33:26, 36:30 - Siebenmeter: 6/6 - 0/1 - Zeitstrafen: 8/4 - Zuschauer: 500 - Schiedsrichter: Geiss/Kretzler (Östringen/Bruchsal).