Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Haiselsche-Beschicker verärgert wegen teurer DB-Parktickets

Andreas und Nicole Sauer-Schmidt vom Haiselsche „Zum Hauckemetzger“.
Andreas und Nicole Sauer-Schmidt vom Haiselsche »Zum Hauckemetzger«.

Andreas Sauer, Betreiber des Haiselsches „Zum Hauckemetzger“, macht am Tag vier des Deutschen Weinlesefests 2023 seinem Namen alle Ehre. Er ist sauer – und zwar auf die Deutsche Bahn. Denn die greift Festbesuchern, die auf den DB-Parkplätzen rund um den Hauptbahnhof parken, extra tief in die Tasche.

Während ein 24 Stunden gültiges Tagesticket im Normalfall 4,50 Euro kostet, müssen bis 9. Oktober in der Zeit ab 14 bis 3 Uhr zehn Euro berappt werden. Auch für kürzere Zeiten wurde die Parkgebühr angehoben, allerdings nur leicht und nicht um über 100 Prozent.

Die Parkautomaten wurden um Hinweisschilder zu den geänderten Tarifen ergänzt.
Die Parkautomaten wurden um Hinweisschilder zu den geänderten Tarifen ergänzt.

Die Pressestelle der Bahn in Frankfurt verweist auf RHEINPFALZ-Anfrage darauf, dass diese Weinlesefest-Regelung seit etwa zehn Jahren besteht, also nicht neu sei. Damit sollten vorneweg freie Parkplätze für Berufspendler, die in Neustadt vom Auto auf den Zug umsteigen und oft Monatskarten hätten, gewährleistet werden. Zudem werde darauf gehofft, damit für Festbesucher einen Anreiz zu bieten, den Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen.

Hotelbaustelle ruht

Eine zweite Sorge, die Sauer umtreibt: Auf der benachbarten Baustelle für das Hotel samt Parkhaus könnten die Arbeiten weitergehen. Und weil das in Neustadt immer mal wieder vorkomme, könnten im schlimmsten Fall beim Auskoffern Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt werden – mit den entsprechenden Konsequenzen. Hotel-Investor Hans Sachs indes kann den Beschicker beruhigen: Wie angekündigt, werde nicht gearbeitet, sagt er auf Nachfrage der RHEINPFALZ.

Ansonsten aber ist Andreas Sauer rundum zufrieden mit dem bisherigen Weinlesefest: „Optimal, besser kann es nicht sein, mehr zu verlangen, wäre ein Frevel.“ Seine Prognose: In den acht Jahren, in denen er dabei sei, könnte es das umsatzstärkste Weinlesefest werden, „so wie es jetzt aussieht“. Ähnlich dürfte es seinen Haiselscher-Kollegen gehen. Auch am Montag herrschte guter Betrieb bei bestem Frühherbst-, um nicht zu sagen Spätsommerwetter.

Tolle Schaufenster

Während auf Bahnhofsvorplatz und Busbahnhof ein Fahrgeschäft nach dem anderen Form annimmt, Süßwaren- und andere Kerwestände bereits an der richtigen Stelle stehen, genießen zahlreiche Festgäste Wein, Schorle und Pfälzer Gerichte zu moderaten Preisen. Auch in der Innenstadt ist viel los, der Einzelhandel dankt es der Kundschaft mit phantasievoll dekorierten Schaufenstern passend zur Weinlese.

Eröffnet wird der Rummel zum Weinlesefest am kommenden Freitag. Am Mittwoch, 4. Oktober, ist dann wie immer Familientag mit ermäßigten Preisen.

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