Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Haardt: Straßenmusik-Festival soll „Woi- und Quetschekuchekerwe“ aufwerten

Die „Uffbasse Palzbänd“ mit Bassist Christian „Stolle“ Stolina, Schlagzeuger Manfred Reckendorfer und den Gitarristen Bernd Masa
Die »Uffbasse Palzbänd« mit Bassist Christian »Stolle« Stolina, Schlagzeuger Manfred Reckendorfer und den Gitarristen Bernd Masal und Ede Eber-Huber (von links) ist eine von fünf Gruppen, die das erste Haardter Straßenmusik-Festival bestreiten.

Die diesjährige Haardter „Woi- und Quetschekuchekerwe“ kann mit einer neuen Attraktion aufwarten. Am Sonntag, 1. September, findet auf dem Mandelring die erste Auflage des Haardter Straßenmusik-Festivals statt. Von 13 bis 17 Uhr spielen an fünf Stellen Musiker, die sich freuen, wenn das Klirren von Münzen den Rhythmus ihrer Stücke ergänzt.

Neustadt-Haardt. Das Duo „Damson Jam“, zu Deutsch Pflaumenmarmelade, aus Wachenheim bietet neben einer Handvoll eigener Stücke akustische Versionen von Rock und Pop der letzten 60 Jahre. Bluegrass und American Folk präsentieren „Moonshine Dew“ in der Besetzung Laura Russell (Fiddle, Gesang, Kontrabass), Heri Wehner (Gitarre, Gesang), Joachim Kirchhoff (Banjo, Gesang), Ingolf Mahlich (Kontrabass, Mandoline, Gesang) sowie als Gäste Ute Wehner-Linder (Gesang, Ukulele) und Max Kirchhoff (Fiddle). Die von zahlreichen Konzerten im „Konfetti“ bekannte „Uffbasse Palzbänd“ mit Mani Reckendorfer (Drums), Christian „Stolle“ Stolina (Bass), Bernd Masal (Gitarre) und Ede Eber-Huber (Vocals, Akustik Gitarre) verspricht Rock „uff Pälzisch un Auswärdisch“. Beim Maikammerer Quintett „Mai5ive“ erwartet die Zuhörer Rock und Pop. Akustischen Soul-Rock spielt der Neustadter Kevin Sander, der als Solist antritt.

Die Organisatoren geben sich fünf Jahre, um die Idee aufs Gleis zu setzen

Die Idee zum Festival hatten mit Ede Eber-Huber und Heribert Wehner zwei Haardter Musiker, die mit ihren Kontakten auch die Teilnehmer für die erste Auflage gefunden haben. „Es soll der Haardter Quetschekuchekerwe ein Alleinstellungsmerkmal verschaffen und sie auch überregional bekannt machen“, sagt Ede Eber-Huber. Er konnte die Fördergemeinschaft Haardt mit ihren Arbeitsgruppen „Haardter Feste“ und „Dorfentwicklung“ als Veranstalter gewinnen. Auch der Ortsbeirat unterstützt die Idee. „Uns ist bewusst, dass es länger dauert, bis so etwas etabliert ist. Deshalb haben wir uns vorgenommen, das Festival fünf Jahre zu entwickeln, jeweils am Kerwesonntag. Und dann schauen wir mal“, sagt Eber-Huber. Dabei planen die Initiatoren, in den kommenden Jahren die Bandbreite der musikalischen Stile auszuweiten. Klassik und Jazz stehen ganz oben auf der Wunschliste.

„Der Organisationsaufwand für die erste Auflage ist wie erwartet. Die Gruppen spielen alle in der Nähe einer Ausschankstelle, es gibt Pavillons gegen mögliche Wetterüberraschungen, Strom für die Anlagen geht klar und wir haben einige Helfer für den Auf- und Abbau“, berichtet Eber-Huber. Natürlich ist mit der Veranstaltung auch ein finanzieller Aufwand verbunden. Sponsoren für Flyer, Plakate, und T-Shirts wurden gefunden. „Wir freuen uns natürlich auch über Spenden zur Weiterentwicklung des Straßenmusik-Festivals in den kommenden Jahren. Dank des Engagements der Fördergemeinschaft Haardt sind solche Spenden auch steuerlich absetzbar“, sagt Eber-Huber mit einem Lächeln.

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