Neustadt Haag und Heilmann versilbert

Simon Haag warf den Speer über 50 Meter weit.
Simon Haag warf den Speer über 50 Meter weit.

«NEUSTADT/HASSLOCH.» Bei den süddeutschen Meisterschaften der Altersklassen (AK) U23 und U16 am vergangenen Wochenende in Walldorf gewann Simon Haag von der LG Neustadt im Speerwurf die Silbermedaille. Vereinskamerad Roy Heilmann schaffte über 400 Meter das gleiche Resultat. Die Stabhochspringer Raphael Tremmel und Rebekka Berlin (beide LC Haßloch) belegten jeweils Rang vier.

An beiden Wettkampftagen sorgte die große Hitze für eine starke Belastung aller Athleten. Bestleistungen waren unter diesen Bedingungen Mangelware. Dennoch schaffte genau dies 400-Meter-Läufer Roy Heilmann. Noch nie in diesem Jahr war er die Stadionrunde in 49,42 Sekunden gelaufen. In Walldorf reichte diese Zeit sogar zu Rang zwei in der AK U23. Und das trotz eines weiteren Handicaps, wie LG-Trainerin Gabi Geiger anschließend verriet: „Roy lief trotz eines Wespenstiches kurz vorm Start zu Bestzeit. Über die Temperaturen müssen wir gar nicht erst reden.“ Speerwerfer Simon Haag holte Platz zwei in der AK M15 mit 50,33 Metern – neue persönliche Bestweite. Sein Teamkollege Moritz Hoffmann konnte in der gleichen Disziplin in der AK U23 nicht wie gewohnt angreifen. Er verletzte sich beim Einwerfen und wurde mit 52,99 Metern Fünfter. Die 4x100-Meter Staffel der LG Neustadt lief in der Besetzung Jakob Maurer, Andreas Seeber, Niklas Brombacher und Roy Heilmann in 44,45 Sekunden auf Rang vier. Hürdensprinterin Lilly Ulrich belegte in 15,22 Sekunden Rang elf über 100 Meter Hürden in der AK U23. „Es war eine lange Saison, alle sind jetzt ausgelaugt und müde“, zog Geiger weiter Bilanz. Der Haßlocher Raphael Tremmel (früher LC Haßloch), der für das LAZ Gießen startet, wo er auch trainiert, belegte im Stabhochsprung der AK U23 mit 4,60 Metern Rang vier. Damit hatte er zwar die gleiche Höhe wie der drittplatzierte Severin Zentgraf übersprungen, doch Tremmel hatte dafür mehr Versuche benötigt. Rebekka Berlin (LC Haßloch) blieb mit ihren übersprungenen 3,20 Meter nur zehn Zentimeter unter ihrer Bestmarke, wie Paul Leibrock, Pressesprecher des LCH, mitteilte. Auch Berlin meisterte die gleiche Höhe wie die Drittplatzierte, hatte aber auch mehr Versuche als die Bronzemedaillengewinnerin dafür gebraucht. Mittelstreckler Emil Leibrock lief für den LCH über 1500 Meter der AK U23 in 4:13,72 Minuten auf Rang zwölf. „Die ersten 100 Meter wurden sehr schnell angegangen und in 14 Sekunden zurückgelegt. Das hat schon frühzeitig viel Kraft gekostet“, betonte der LCH-Pressesprecher. Für den TV Gimmeldingen lief Melissa Yilmaz über 2000 Meter in 7:32 Minuten auf Rang elf. Trainer Jens Laudage betonte, es sei beim Start um 11.30 Uhr eine reine Hitzeschlacht gewesen. Unter diesen Bedingungen sei er sehr zufrieden, zumal Yilmaz vor zwei Wochen noch eine Verletzung erlitten habe und es lange unklar gewesen sei, ob sie überhaupt an den Start werde gehen können. Nathalie Stübinger hatte am ersten Tag über 100 Meter in 12,37 Sekunden in der AK U23 im Zwischenlauf nur um eine Hundertstelsekunde ihre Bestzeit verfehlt und kam auf Rang zehn. „Da sie mit der zwölfbesten Zeit angereist war, ist das eine tolle Zeit. Und mit Rang zehn sind wir zufrieden“, teilte TV-Trainer Lothar Spilke mit. Weniger gut lief es dann allerdings am zweiten Tag über 200 Meter. Eine andere Athletin lief Stübinger kurz in die Bahn, Stübinger wurde dadurch aus dem Rhythmus gebracht. Außerdem gab es in einem anderen Lauf bessere Windbedingungen, so dass am Ende nur Rang 13 verbucht wurde.

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