Neustadt
Haßlocher Drittliga-Handballer erwarten HG Saarlouis
Handball: Stefan Job, Abwehrchef der Drittliga-Handballer der TSG Haßloch, hat sich früher des Öfteren mit Zeitstrafen auf der Bank wiedergefunden. Im Heimspiel gegen die HG Saarlouis fordert er Konzentration. Und zeigt sich, konfrontiert mit der Zwei-Minuten-Strafe-Problematik, geläutert.
„Es ist wohl ein Mix aus den Gesprächen mit dem Trainer und einer gewissen Erfahrung, der mir mittlerweile so manche dumme Zeitstrafe erspart.“ Ruhig und entschlossen wirkt Stefan Job, der Abwehrboss der Haßlocher Handballer, wenn er im Vorfeld des richtungsweisenden Saar-Pfalz-Derbys in der Dritten Liga Süd am Samstag gegen die HG Saarlouis (19.30 Uhr, TSG-Sportzentrum) zwei Punkte einfordert. „Wie haben zwar zuletzt nicht zu überzeugen gewusst. Mit etwas mehr Konzentration und einer besseren Wurfausbeute werden wir aber wieder Punkte vor eigenem Publikum holen.“
Stefan Job: Kein Grund zur Panik
Mit der TSG, für die er nun im vierten Jahr aufläuft, hat der in der Elektrobranche angestellte 27-jährige Haßlocher Kreisläufer schon alle Höhen und Tiefen einer Drittligasaison durchgemacht. Daher spricht er zwar von einer gewissen Anspannung nach dem weniger erfreulichen Saisonauftakt, sieht aber keinen Grund, in Panik zu verfallen. Dies sieht sein Coach Tobias Job ähnlich: „Für meine Mannschaft ist eine solche Situation zu Anfang der Runde nicht ganz neu, denn im vergangenen Jahr standen wir mit 4:12-Punkten da. Wir haben das Ganze analysiert und werden an zwei bis drei Stellschrauben drehen, um schnellstmöglich wieder in die Spur zu finden. Einen Grund für Unruhe sehen mein Team und ich nicht.“
Stefan Job, der zuvor für den TV Hochdorf und HBW Balingen-Weilstetten höherklassig am Ball war, hat sein Handball-ABC bei seinem Heimatverein SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam erlernt. Der Ex-Ottersheimer Ilan Eigenmann, damals Kapitän der Haßlocher, habe ihn letztendlich zur TSG gelotst. Dort hat er zwei Jahre lang mit dem heutigen Cotrainer Andreas Zellmer das Kreisläufergespann gebildet. „Heute machen die Youngster Lars Hannes und Nils Röller schon Druck, aber wir bringen uns gegenseitig weiter. Jeder gönnt dem anderen das Erfolgserlebnis und die Spielzeit“, skizziert Job die Konkurrenzsituation auf seiner Position.
Tobias Job setzt auf strukturierten Handball
Hinsichtlich der wegweisenden Begegnung gegen die HG Saarlouis hält sich Stefan Job bedeckt, spricht lediglich davon, dass man auf Peter Walz, den Angriffsmotor der HG Saarlouis, aufpassen müsse. Sein Namensvetter Tobias Job wird da schon etwas konkreter: „Saarlouis hat trotz der zahlreichen Verletzten noch viel Qualität im Kader, was der Auftakt, das Spiel in Hochdorf ausgenommen, auch gezeigt hat. Wir haben gegen dieses unangenehme Team vergangene Saison beide Partien verloren und werden mit strukturiertem Handball versuchen, ein Erfolgserlebnis zu landen.“ Dabei gelte es, Peter Walz in den Griff zu bekommen, um das Offensivspiel der Gäste zu lähmen. Von „exotischen Experimenten“ in Form von extremem Tempohandball gegen den personell geschwächten Gegner hält der Übungsleiter nichts. „Für eine solche Spielweise steht die TSG nicht. Wir bevorzugen einen disziplinierten, etwas besonneneren Stil. Das könnte meine Truppe verunsichern, wenn wir da alles umstellen würden.“