Neustadt
Große Klimamesse auf Neustadter Marktplatz geplant
Wenn eines im Roxy-Kino kürzlich deutlich wurde, dann dass es in Neustadt an Ideen für den Klima- und Umweltschutz nicht mangelt. „Diejenigen, die uns schon länger kennen, wissen, dass es Teil unserer DNA ist, ein solches Netzwerktreffen zu veranstalten“, sagt Frank Luschnat, mit Marco Fraleoni Gründer der 2020 gegründeten Online-Plattform Green Camp. Ausdrückliches Anliegen des Vereins ist es, Klima- und Umweltschutzakteure – egal ob Ehrenamtliche oder Geschäftsleute – zusammenzubringen.
Mit dem Netzwerktreffen, zu dem die Green Camper und die Stadt eingeladen hatten, scheint das gelungen zu sein. „Es wurden erste Termine vereinbart, zwei, drei haben auch schon konkrete Ideen geäußert“, weiß Luschnat. Wo können Kräfte gebündelt werden? Wo kann Neues entstehen? Wie kann der Lebensmittelladen mit dem E-Mobilitätsdienstleister zusammenarbeiten?
Klimamesse im Juli
Eigentlich war die Veranstaltung viel größer angedacht gewesen, um auch die Bürger einzuspannen. Doch Corona kam dazwischen. Jetzt gibt es einen neuen Termin: Am 15. Juli soll es auf dem Rathausplatz eine große Klimamesse mit Mitmachaktionen geben. „Dazu sind wir in der Stadtverwaltung schon in der Planung“, sagt Umweltdezernentin Waltraud Blarr. Morgens sollen vor allem die Schulen mit Angeboten angesprochen werden, nachmittags die Erwachsenen.
Die Stadt schaffe den Kampf gegen den Klimawandel nicht allein, sagt Luschnat – nicht wegen Unfähigkeit, sondern weil das Thema jahrzehntelang zu stiefmütterlich behandelt worden sei. „Klar müssen wir die Politik auch mal provozieren, um sie auf ihren Einfluss hinzuweisen“, sagt er. „Aber bei dem Treffen wurde auch deutlich, dass die Akteure der Verwaltung helfen wollen, etwas zu bewegen.“ Blarr freut sich über Unterstützung von Ehrenamtlichen. „Wir wissen, dass wir in Sachen Energie mit gutem Beispiel vorangehen müssen, gerade mit Blick auf städtische Gebäude. Es ist aber auch sehr wichtig, das Thema Klimaschutz in die Breite zu tragen. Für uns bedeutet das einen großen Zeitaufwand, den wir allein nicht stemmen können“, so die Dezernentin gegenüber der RHEINPFALZ.
Zweiter Klimaschutzmanager gesucht
Die Verwaltung suche weiterhin händeringend einen zweiten Klimaschutzmanager, nachdem Michael Faßbender die Verwaltung Ende September verlassen hatte. Derzeit liefen Vorstellungsgespräche, berichtet Blarr. Darüber hinaus sei der Solarflyer fast fertig und soll schon bald verteilt werden. „Ich kann mir auch einen vierteljährlichen Stammtisch gemeinsam mit wechselnden Handwerkern vorstellen, um das Thema Photovoltaik voranzutreiben“, so Blarr. Aus eigener Erfahrung wisse sie, welche bürokratischen Hürden dabei zu überwinden seien. Das schrecke den einen oder anderen ab. Klimaschutzmanager Marcel Schwill helfe gerne weiter und vermittle auch Kontakte. Zudem könnten sich die Bürger über die Klimaschutzhomepage der Stadt informieren unter klimaschutz.neustadt.eu.