Kaiserslautern So war das Street-Food-Festival 2026 am Fritz-Walter-Stadion
Rund 30 Stände boten Speisen und Getränke aus verschiedenen Ländern an beim Street-Food-Festival in Kaiserslautern. Auf dem Außengelände des Fritz-Walter-Stadions vertreten waren unter anderem Peru, Kolumbien, Korea, die Philippinen, Jamaika und die USA sowie weitere lateinamerikanische und afrikanische Länder. Daneben präsentierten auch deutsche Anbieter eigene Ideen. „Wir regen die Stände dazu an, Neues auszuprobieren, kreativ zu sein. Je mehr Vielfalt, desto besser. Wir wollen hier keine Standardsachen, sondern auch Gerichte, die normal nicht zu finden sind“, sagte Julius Haberecht vom Organisationsteam.
Zum Angebot gehörten neben Ess- auch Kaffeestände, Theken und Weinbars. Für Festivalatmosphäre sorgte ein DJ. „Wir wollen den Leuten eine gute Zeit bereiten – mit leckerem Essen. Dazu bedienen wir auch Nischen mit Essen, das nicht so bekannt ist. Wir wollen aus allen Erdteilen Gerichte an die Leute bringen, damit diese sich kulinarisch ausprobieren können“, erklärte Haberecht.
Viele Besucher rund ums FCK-II-Aufstiegsspiel
Laut Veranstalter und Standbetreibern war weniger los als im Vorjahr. Als mögliche Gründe nannten sie die hohen Temperaturen am Freitag und Samstag sowie die parallel gestartete Lautrer Maikerwe. „Das hat man gemerkt, das hatten die Planer vermutlich nicht auf dem Schirm“, sagte Haberecht.
Für kräftigen Zulauf sorgte jedoch das Aufstiegsspiel des FCK II am Samstagabend. Tausende Fans fluteten vor und nach dem Spiel das Street-Food-Festival, waren nach dem Sieg der Roten Teufel in bester Feierlaune. „Die Fußballfans haben uns gestern den Arsch gerettet, durch die Kerwe war deutlich weniger los als im Vorjahr“, sagte Helmuth Szani von „Texas Smoke Guerilla BBQ“ aus Heidelberg. Angeboten wurden dort authentische texanische Spezialitäten wie Beef Brisket, Spareribs und Pulled Pork mit Coleslaw.
Amerikanische Besucher als wichtige Zielgruppe
Vor allem viele US-Amerikaner hätten das Angebot angenommen. „Die Amerikaner lieben es. Sie kommen direkt zu uns und sagen: ,Schön, dass ihr da seid, gebt mir alles.’ Da haben wir hier Glück mit unserem Produkt“, erzählt Szani mit Blick auf die Kaiserslautern Military Community. Auch lateinamerikanische Spezialitäten seien bei den Besuchern gefragt gewesen. Uwe Rathfelder von „Chilitos Original Mexican Streetfood“ bot – inspiriert durch seine mexikanische Frau – authentische Tacos an und berichtete: „Kaiserslautern gefällt uns immer sehr gut, hier gibt es viele Amerikaner, die lieben Tacos.“
Der Kolumbianer Daniel Torres verkaufte kolumbianische Empanadas – Maisteigtaschen mit Rindfleisch, Hähnchen, Kartoffel oder Gemüsefüllung. Seine Empanadas erfreuten sich so großer Beliebtheit, dass er bereits am Sonntagnachmittag restlos ausverkauft war.
Sweet Potato Riffles und Mellow Monkey
„Das tolle, wenn man hier arbeitet, ist, dass man alles mal probieren kann und tolle neue Sachen kennenlernt“, erzählte Haberecht. Nach seinem Lieblingsstand gefragt, nannte er den Peruaner Edwin Palomino, der Spezialitäten aus seiner Heimat wie Süßkartoffelpommes oder peruanischen Spießbraten anbot.
Mit neuen Kreationen auf sich aufmerksam machte etwa Annika Borst mit ihren Sweet Potato Riffles – zubereitet aus einem Teig aus Süßkartoffeln, je nach Kundenwunsch herzhaft belegt. „Durch viele Reisen haben wir Inspiration gesammelt und dann unser eigenes Produkt kreiert“, berichtete Borst.
Auch Robert Ackermann präsentierte mit seinem Mellow Monkey – ein schokoliertes Speiseeis umhüllt von einem Marshmallowfluff – eine Eigenkreation. „Wir haben uns früh mit Marshmallows auseinandergesetzt und gesehen, dass man im Festivalbereich mehr bieten muss, innovativ sein muss. So haben wir vor zehn Jahren unsere eigene Kreation entwickelt. Das hat eine Weile gebraucht, ist aber gut geworden“, erzählte er. Auch er findet: „Kaiserslautern ist immer eine Reise wert, durch die Amerikaner haben wir hier eine tolle Zielgruppe.“ Scherzhaft fügt er bezogen auf die Mitarbeiter an seinem Stand an: „In Lautern braucht man eigentlich niemanden, der Deutsch spricht.“