Neustadt Grüne: Ratter fordert IGS mit Lambrecht

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Ihre Forderung nach einer Integrierten Gesamtschule (IGS) für Neustadt – in Kooperation mit der bisherigen Realschule plus in Lambrecht – untermauerte Ruth Ratter (Deidesheim), Landtagsabgeordnete der Grünen, bei der Mitgliederversammlung des Neustadter Kreisverbandes der Partei.

Wo es Gesamtschulen gebe, führe der Elternwille zu einem deutlichen Zulauf für die Schulform, die für Bildungsgerechtigkeit sorge. „Das liegt schon daran, dass nach der vierten Grundschulklasse eine verlässliche Schulempfehlung nicht möglich ist“, erklärte die ehemalige Gymnasiallehrerin, die bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion ist. Es sei nicht mehr länger hinnehmbar, dass Neustadter Schülern diese Schulform nicht angeboten werde. Mehrmalige Vorstöße des Landkreises Bad Dürkheim, im Hinblick auf eine IGS mit dem Doppelstandort Neustadt-Lambrecht, seien in der Vergangenheit von der Neustadter Stadtspitze stets abgelehnt worden. Waltraud Blarr, die Neustadter Schuldezernentin mit grünem Parteibuch, verwies auf den in Auftrag gegebenen Schulentwicklungsplan, für den explizit in der Ausschreibung die Perspektive einer gemeinsamen IGS mit dem Landkreis untersucht werde. Deshalb seien an 600 Eltern von Grundschülern der zweiten und dritten Klassen Fragebögen verschickt worden. Eine hohe Rücklaufquote sei wichtig für ein verlässliches Ergebnis. „Wir brauchen diese Fakten für ein zukunftsfähiges Schulkonzept“, so Blarr. Das Ergebnis der Befragung werde Ende April öffentlich vorgestellt. Kurt Werner, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat, bezeichnete die Jamaika-Koalition als Erfolgsmodell. Mit dem künftigen Klimaschutzkonzept bekomme die Stadtverwaltung eine grüne Handschrift. Werner begrüßt die Idee, das Mehrgenerationenhaus im Klemmhof unterzubringen. Die Bedingungen am derzeitigen Übergangsstandort am Alten Viehberg seien unzumutbar und würden das ehrenamtliche Engagement für viele Gruppen auf Dauer gefährden. (wkr)

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