Neustadt Gold für Kritiker Knapek

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HASSLOCH. Einmal mehr konnte der Haßlocher Gustav Knapek bei Pfalzmeisterschaften der Senioren einen Titel gewinnen. In der Rheinhalle in Maximiliansau holte sich der für den TTV Mutterstadt in der 1. Pfalzliga der Herren spielende 72-jährige die Meisterschaft. Damit buchte er auch das Ticket für die Qualifikation der Region 7 zu den deutschen Meisterschaften. Die Regionstitelkämpfe mit je drei Spielern aus der Pfalz, Rheinhessen, dem Rheinland und dem Saarland werden am 11. und 12. März im saarländischen Heusweiler ausgetragen.

Im Finale in Maximiliansau besiegte Knapek Laszlo Ersek vom TV Alsenborn in vier Sätzen. Dabei leistete der Westpfälzer deutlich mehr Gegenwehr, als noch in der Vorrunde, in der die beiden Kontrahenten schon einmal aufeinandergetroffen waren. Hier hatte Knapek mit 11:3, 11:5 und 11:2 seinen Gegenüber geradezu deklassiert. Im Endspiel gewann der Haßlocher den ersten Satz mit 11:7. Dann gelang dem Deutsch-Ungarn nach Abwehr mehrerer Satzbälle mit 15:13 der unerwartete Satzausgleich. Letztlich setzte sich aber das größere technische Potenzial Knapeks durch. Er erspielte sich gegen seinen ein Jahr älteren Gegner mit zweimal 11:7 einen am Ende ungefährdeten Sieg. Im Halbfinale hatte Knapek seinem Clubkollegen Erhart Jahnke mit 11:6, 11:3 und 11:1 keine Chance gelassen. Bei der Meldung für die Doppel-Meisterschaft unterlief dem Duo Janke/Knapek ein Fauxpas. Der eine verließ sich auf den anderen und am Ende hatte keiner von beiden gemeldet. Eine weitere Titelchance war dahin. Auf eine Teilnahme im gemischten Doppel verzichteten beide mangels Partnerin. Im Einzel der Senioren 60 musste sich Jürgen Bock vom TTV Neustadt schon nach der Vorrunde verabschieden. Er besiegte zwar Damir Skrlec von der TSG Kaiserslautern mit 3:0, unterlag aber Bernd Nickolay vom TTC Mittelbach mit 1:3. Weitergebracht hätte ihn ein Erfolg gegen Hans-Jürgen Salpeter vom 1. TTC Pirmasens, doch trotz 2:1-Satzführung unterlag Bock noch mit 2:3. Besser lief es im Doppel. Mit Einzelgegner Salpeter traf er im Halbfinale auf das Duo Helmut Deege/Friedel Thom vom TTC Altenglan. Mit einem souveränen 11:8, 11:6 und 11:4 zog die vorderpfälzisch-westpfälzische Kombination ins Finale ein. Hier erwiesen sich Bernd Freymeyer und Stefan Tröger vom 1. TTC Oppau mit ihrem teilweise unkonventionellen Spiel dann als zu stark. Mit 8:11, 6:11, und 4:11 zogen Bock/Salpeter den Kürzeren. Abseits des sportlichen Erfolges gab es nach Meinung von Gustav Knapek Grund zur Kritik: „Ich finde, dass diese Ganztagesveranstaltungen einfach nicht mehr zeitgemäß sind. Ein teilweise stundenlanges Herumsitzen, weil man zur Untätigkeit verurteilt ist und dann noch eine gemeinsame Siegerehrung, die erst abends um 18.30 Uhr beginnt, ist ein Unding.“ Knapek sprach auch die Tatsache an, dass alle Spieler von Beginn des Turniers an vor Ort sein müssen, obwohl manche erst um 12 Uhr ins Turnier aktiv einstiegen. Er plädiert für unterschiedlich gestaltete Anfangszeiten in den verschiedenen Altersklassen – auch im Interesse der Zuschauer: „Der setzt sich doch nicht acht Stunden am Stück in eine Halle, um dann zu erleben, dass die Endspiele hintereinander wie am Fließband abgewickelt werden, nur weil ein Spieler in jedem Finale vertreten ist.“ Mathias Magin, Seniorenwart des PTTV aus Mutterstadt, ist nun am Zug, sich Gedanken über ein neues Konzept zu machen, damit die Senioren künftig wieder neben dem sportlichen auch den organisatorischen Aspekt loben. |lam

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