Neustadt Gogolas Seelenmassage

Noch ist unklar, ob Domagoj Mijatovic (links, gegen Berlins Philipp Kotowski) am Samstag spielen darf.
Noch ist unklar, ob Domagoj Mijatovic (links, gegen Berlins Philipp Kotowski) am Samstag spielen darf.

«Neustadt.»Wasserball-Bundesligist SC Neustadt steckt gleich in zwei Zwickmühlen. Für das kommende Spiel am Samstag um 18 Uhr im Stadionbad gegen den SVV Plauen im Play-off-Halbfinale geht noch alles seinen geregelten Gang. Doch danach zieht sich die Terminschlinge um den Hals des SCN.

Wie berichtet, geht es in den Play-offs im Modus „Best-of-Five“ um den Aufstieg in die A-Gruppe der höchsten deutschen Spielklasse. Eine kurze Rückblende: Spiel Nummer eins im Halbfinale hatte der SCN im heimischen Bad vor zwei Wochen dank einer großartigen Leistung mit 11:9 gewonnen. In Plauen gab es am vergangenen Wochenende eine 10:13- und 9:18-Niederlage. „Es war für uns dort sehr schwierig. Letztlich hat es nicht für einen Sieg gereicht. Ich habe meinen Spielern aber erklärt, sie müssten nicht die Köpfe hängen lassen. In den Play-offs zählt nur Sieg oder Niederlage. Das Torverhältnis zum Beispiel beim 9:18 spielt keine Rolle“, betrieb SCN-Coach Janusz Gogola Seelenmassage. Daher ließ er im Sonntagsspiel auch alle mitgefahrenen Spieler zum Einsatz kommen, so auch die Nachwuchskräfte Johannes Weigert und Fabian Härtel. Doch jetzt er ist ratlos, was er im Falle eines weiteren SCN-Heimsiegs anfangen soll. „Dann steht es 2:2, und das entscheidende Spiel wurde vom Deutschen Schwimm-Verband auf Mittwoch, 18 Uhr, gelegt. Plauen hat als besser platziertes Team noch einmal Heimrecht. Wir müssten also in den Osten reisen. Ein Unding für einige Leistungsträger, die am Mittwoch garantiert nicht frei bekommen. Auch ich selbst muss arbeiten“, erklärt er. Ein Verzicht auf die Partie würde laut Gogola eine Geldbuße nach sich ziehen. Außerdem müssten die Kosten für die Schiedsrichter übernommen werden. Doch Gogola betont, das kommende Heimspiel wolle seine Mannschaft trotzdem gewinnen. „Die beiden Niederlagen in Plauen zeigen nicht unsere wahre Stärke. Unser echtes Gesicht sieht anders aus. Das wollen wir den Fans noch einmal zeigen“, so Gogola. Im Stadionbad könne seine Mannschaft seine schwimmerischen Stärken besser ausspielen. Dort könne man besser die größere Wasserfläche ausnutzen als in dem engeren Bad in Plauen. So seien die Angriffe dann leichter von der Bewegung heraus vorzutragen. Er wolle jetzt aber keine großen Sprüche klopfen, um seine Männer nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Noch ist ihm unklar, ob er Matthias Held und Domagoj Mijatovic am Samstag einsetzen kann. Beide SCN-Spieler sind in Plauen des Beckens verwiesen worden. Eine solche Hinausstellung zieht oft auch eine Sperre nach sich. „Doch die Schiedsrichter haben mir mündlich gesagt, dass sie das nicht entsprechend in ihrem Bericht verfolgten. Also müssten die beiden spielen können“, erklärt Gogola. Egal, wie das Halbfinale letztlich ausgeht, die Terminnöte bleiben bestehen. So spielen sie SC Neustadt: Pisk, Ulrich – Shoemaker, Tummings, Mongrell, Mijatovic, Weigert, Härtel, Nachev, Nagy, Timo Jordan (?), Held.

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