Neustadt Gesucht: Ein Zuhause für Asylbewerber

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In den nächsten zwölf Monaten weitere 150 bis 200 Asylbewerber unterzubringen – das bezeichnet Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer (CDU) als schwerste Aufgabe in der neuen Legislaturperiode für sein Sozialdezernat. Deshalb möchte er die Haardter Fachklinik möglichst lange als Flüchtlingsunterkunft nutzen.

Die ehemalige orthopädische Klinik wurde von der Stadt vorübergehend angemietet. Wie berichtet, möchte der Haßlocher Bauträger Müller-Bau, der bis Ende 2014 eine Kaufoption auf das Gebäude besitzt, auf dem Gelände Eigentumswohnungen bauen, was Ortsbeirat und Verwaltung mit dem Hinweis auf den Bebauungsplan ablehnen. Dagegen klagt Müller-Bau vor dem Verwaltungsgericht. Für Röthlingshöfer gelingt die Integration und Betreuung der Asylbewerber in Haardt ideal. Die Situation dort sei ein Musterbeispiel dafür, dass die Aufnahmebereitschaft in der Bevölkerung viel größer sei als vor 20 oder 25 Jahren. „Es hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass das keine Wirtschaftsflüchtlinge sind, sondern Menschen, die unseren Schutz brauchen, weil sie vor dem Krieg in ihrer Heimat fliehen“, so Röthlingshöfer. Als zweiter Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) wisse er, dass auch die städtische Tochter nicht zeitnah den erforderlichen Wohnraum für die Flüchtlinge zur Verfügung stellen kann. Die Personalunion als Sozialdezernent und Geschäftsführer habe sich bewährt, weil die WBG vor allem in Branchweiler ein wichtige soziale Aufgabe übernehme. Der neue Kulturdezernent Röthlingshöfer bedauert es, nach 20 Jahren die Bereiche Schule, Sport und Volkshochschule abgegeben zu haben: „Ich habe das sehr gerne gemacht, andererseits soll es ja auch gut sein, mal etwas Neues zu tun.“ Er habe zugleich Verständnis „für die Notwendigkeit einer Neuaufteilung im Rahmen der neuen Koalitionsstrukturen“. Er sei sich mit Oberbürgermeister Hans Georg Löffler (CDU) einig, dass mit dem Wechsel die Kontinuität bei der Kulturarbeit nach dem Ausscheiden von Marc Weigel (FWG) gewährleistet sei. Zudem sei es darum gegangen, mit einem hauptamtlichen Kulturdezernenten die Kulturpolitik in Neustadt noch besser zu verankern. (wkr/Foto: Linzmeier-Mehn)

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