Neustadt Gesamterlebnis im Fokus
Das Team der Weinstube „Zwockelsbrück“ präsentiert gleich mehrere Neuerungen: Am Dienstag wird im Stammlokal in Neustadt ein neues Konzept eingeführt, während das klassische „Zwockelsbrück“-Konzept sozusagen nach Kirchheim „wandert“. Dort übernehmen Koch Sven Niederbremer und sein Geschäftspartner Pierre Hartung das Restaurant Benzinger.
Das Stichwort beim neuen Konzept heißt „Pairing“ – was die Harmonie von Essen und Wein bezeichnet. Die soll beim Menü im Mittelpunkt stehen. „Es geht ums Gesamterlebnis“, erklärt Hartung die Idee, die hinter dem täglich wechselnden Neun-Gang-Menü mit Weinbegleitung steckt: Bereits ab 17 Uhr ist die Weinstube für einen gemütlichen Aperitif geöffnet, ab 18 Uhr startet dann der Küchenbetrieb mit dem Menü, das je nach Appetit auch auf sieben oder fünf Gänge reduziert werden kann. Das „Benzinger“ in Kirchheim haben Niederbremer und Hartung nach der Sommerpause übernommen. Damit betreiben die beiden mittlerweile vier Restaurants an der Weinstraße. Ihre Erfolgsgeschichte startete im März 2015, als sich die beiden entschlossen haben, aus Heidelberg in die Pfalz zu kommen und sich in der „Zwockelsbrück“ selbstständig zu machen: Zuvor hatten sie die Weinstube am Heidelberger Schloss geleitet, wo Niederbremer mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet wurde. Im März dieses Jahres übernahmen die beiden das „Moro“ in Gimmeldingen, im April außerdem das „Alte Rathaus“ in St. Martin und nun die Weinstube in Kirchheim. Mittlerweile beschäftigt das Duo 20 fest angestellte Mitarbeiter an den vier Standorten. „Wir haben nicht vergessen, wie es ist, angestellt zu sein“, sagt Hartung über den „Familienbetrieb“, der sich aus den Heidelberger Zeiten entwickelt hat: Der Großteil der Mitarbeiter seien „alte Weggefährten“, die ihnen nach und nach in die Pfalz gefolgt seien. Die Küche an neuen Standort in Kirchheim wird Leon Schulte-Austum übernehmen, der bereits ein Jahr als „rechte Hand“ Niederbremers in Neustadt gearbeitet hat, Serviceleiter wird Fatjon „Toni“ Luca aus dem „Alten Rathaus“. Dort kümmert sich künftig Sebastian Schwörer um die Küche und David Manasra um die Gäste. Im Gimmeldinger „Moro“ sind Tobias Graf für die gehobene Küche und Tobias Kuld für den Service verantwortlich. „Wir haben geballtes Know-How, das wir an die jeweiligen Standorte anpassen“, sagt Hartung im Hinblick auf das „Pairing“-Konzept in Neustadt, den bodenständigen Betrieb in St. Martin, die asiatisch-puristische Küche in Gimmeldingen und den Betrieb in Kirchheim, in dem die bisherige „Zwockelsbrück“-Tradition mit Menü und Gerichten à la carte fortgeführt wird. Vorwiegend mit Weinen aus dem benachbarten Weingut Benzinger.