Neustadt Gemarkung: Stadt tritt Gelände an Nachbarort ab

DEIDESHEIM/FORST. 3250 Quadratmeter Fläche, die zur Gemarkung der Stadt Deidesheim gehören, werden in die Gemarkung der Gemeinde Forst übergehen. Das haben die Mitglieder des Stadtrats Deidesheim bei zwei Gegenstimmen von Ratsmitgliedern der Grünen und zwei Enthaltungen beschlossen.
Die Stadt Deidesheim fordert für das ihr davon gehörende Gelände von 1755 Quadratmetern, das einen Wert von 3840 Euro hat, keinen Ausgleich. Wie berichtet, benötigt Forst das Gelände, um eine Verkehrsspange zu bauen. Mit dieser Spange soll das Baugebiet Schnepfenpflug/Stift, das erweitert wird, besser an den Verkehr angeschlossen werden. Von den 3250 Quadratmetern Fläche gehören 728 Quadratmeter der Gemeinde Forst, liegen aber in der Gemarkung von Deidesheim. 767 Quadratmeter gehören dem Land Rheinland-Pfalz und 1755 Quadratmeter sind im Besitz der Stadt Deidesheim. In einer Sitzung des Stadtrats am 13. Oktober hatten die Grünen-Ratsvertreter Herbert Latz-Weber und Franz-Josef Ratter gefordert, dass die Stadt von der Gemeinde Forst einen Ausgleich für die Abtretung des Geländes verlangen soll. Latz-Weber regte an, dass Forst der Stadt zum Ausgleich ein Grundstück in dem Baugebiet überlassen sollte. Auch wurde moniert, dass nicht bekannt ist, wie viel die Fläche wert ist. Die Verbandsgemeindeverwaltung Deidesheim hat nun mitgeteilt, dass die 1755 Quadratmeter, die der Stadt gehören, einen Buchwert von 3840 Euro haben. Bürgermeister Manfred Dörr (CDU) rechnete vor, dass die Bauplätze in dem Forster Baugebiet pro Quadratmeter 300 Euro kosten. Wenn man den Vorschlag von Latz-Weber umsetzen würde, bekäme die Stadt in dem Forster Baugebiet ein Grundstück von etwa zwölf Quadratmetern. Von der Grünen-Fraktion wurde moniert, dass man als Grundlage nicht den Buchwert der Grundstücke nehmen solle. Bei einem Verkauf könne man einen höheren Preis erzielen als den Buchwert. (ann)