Neustadt Gastronomie zieht aus, Bücherei zieht ein

Die Gaststätte im Pfarrzentrum St. Martin ist seit Ende März geschlossen. Die Pächter haben ein neues Lokal in Edenkoben gefunden und somit den bestehenden Vertrag mit der Kirchenstiftung gekündigt. Dies teilte der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrverwaltungsrates, Wolfgang Hormuth, auf Anfrage mit. Die Katholische Öffentliche Bücherei soll nun dort einziehen.
„Froh sind wir über diesen Schritt der Gaststättenpächter nicht, aber wir können es nicht ändern“, sagte Wolfgang Hormuth auf Anfrage. Die Pächter hätten den Vertrag auf eigenen Wunsch vorzeitig gekündigt, weil ihnen eine andere Gaststätte mit Hotel angeboten worden sei. In die frei gewordenen Räume im Pfarrzentrum werde im Laufe des Jahres die Katholische Öffentliche Bücherei St. Martin einziehen. Ein konkretes Datum konnte Hormuth noch nicht nennen. Die Bücherei ist derzeit im Anwesen Kirchenstraße 2 untergebracht. Das Gebäude ist mittlerweile verkauft (die RHEINPFALZ berichtete), und über kurz oder lang hätte für die Bücherei ein anderer Standort gefunden werden müssen. Genau diese Lösung hatte das Projektteam Pfarrzentrum 2011 bereits ins Auge gefasst, und nun wird sie lediglich früher als erwartet umgesetzt, wie Hormuth erklärte. „Die Entscheidung zu diesem Schritt ist uns somit nicht schwer gefallen.“ Die bisherige Gaststätteneinrichtung werde jetzt verkauft, ergänzte Pfarrer Matthias Pfeiffer. Größere Renovierungsarbeiten seien nicht erforderlich. Lediglich ein neuer Anstrich sei vorgesehen. Und dann müssten die für die Bücherei notwendigen technischen Anlagen installiert werden. Das Inventar wie Regale und die ganzen Medien würden komplett aus dem bisherigen Standort übernommen. Auch die Fachstelle für Katholische Öffentliche Büchereien des Bistums Speyer habe grünes Licht gegeben. Die Kegelbahnen im Pfarrzentrum können laut Hormuth weiter genutzt werden: „Sie bleiben erhalten.“ Das auffällige provisorische Treppengerüst im östlichen Bereich des Pfarrzentrums wird laut Hormuth nach der Veranstaltung „Osterrock“ wieder abgetragen. Notwendig geworden war dieser „zusätzliche Notausgang“, weil bereits zum Faschingsrock eine sehr hohe Anzahl an Besuchern gekommen war, so dass die existierenden Notausgänge nicht ausgereicht hatten, wie Hormuth darlegte. Aus Sicherheitsgründen sei ein weiterer erforderlich geworden. Die Katholische junge Gemeinde als Veranstalter des „Faschingsrocks“ habe dann in Windeseile dieses Provisorium gebaut. „Bei normaler Belegung reichen die eigentlichen Notausgänge völlig aus.“ (giw)