Neustadt Gartenbeleuchtung XXL

Von Dunkelheit fast keine Spur: das Gartenschaugelände.
Von Dunkelheit fast keine Spur: das Gartenschaugelände.

Für viele beginnt der Sommerzauber mit einer nervenaufreibenden Parkplatzsuche und langem Schlange stehen an den Kassen beim Haupteingang. Glücklich ist derjenige, der am Kaiserberg oder rund um den Haupteingang zur Gartenschau in Kaiserslautern einen Parkplatz ergattert hat.

Noch ist die Sonne nicht untergegangen, und die Menschen strömen aus allen Richtungen herbei. Erwachsene in jedem Alter und Familien mit Kindern machen sich auf den Weg in Richtung Fußgängerbrücke und vorbei an den hübsch beleuchteten Blumenkübeln. „How nice!“, „Wie schön!“, meint eine US-Amerikanerin und zückt ihr Smartphone, um Fotos aufzunehmen. Doch das ist erst der Anfang. LED-Ketten säumen die Wege im Neumühlpark, Strahler bringen die Bäume in Rot, Blau, Grün, Gelb und Lila zum Leuchten. Dazu kommt eine sonore Stimme, die „Baumgeschichten“ erzählt und beim Meuthschen Turm auf dem Weg zum Kaiserberg in Grimms Märchenkiste greift. Dieser Sommerzauber macht seinem Namen alle Ehre. Neugierig und voller Staunen blicken sich die jungen und älteren Besucher um, sie halten inne, um die Szenerie auf sich wirken zu lassen. „Das gibt unsere neue Gartenbeleuchtung“, meint ein Herr scherzhaft zu der Dame an seiner Seite. Sie zeigt sich schlagfertig: „Na, dann fang morgen schon an, damit du an Weihnachten fertig bist.“ Bei den immer noch hochsommerlichen Temperaturen spielen die Kinder im Bachlauf, auf den Wiesen sind Decken ausgebreitet. Andere Besucher zieht es vorbei an der Erdgeschichte und hinauf zum Kaiserberg. Entlang des Weges entfalten sich immer wieder zauberhafte Anblicke, die nach dem Sonnenuntergang stärker hervortreten. Oben angekommen, stehen die „Ballroomshakers“ auf der Bühne. Mit ihrem lässigen Swing und Rhythm and Blues haben sie ihr Publikum längst völlig im Griff. Auf dem weitläufigen Areal sind viele Decken ausgebreitet. Gedränge gibt es höchstens um den Getränkeausschank. Ganz anders im Neumühlepark, wo der Partypegel am Anschlag angekommen ist. Zur Bühne, wo die Menschen klatschen, singen und johlen, ist kein Durchkommen. Hier haben die „Sonic Pearls“ mit Soul und Pop ihre Zuhörer in ihren Bann gezogen. Die Bewirtungsstände in der Nähe sind von Menschen umzingelt. Derweil ist das Licht auf der Bühne ausgegangen. Nebelschwaden, in bunte Farben getaucht, steigen auf, die ersten Raketen und Fontänen des Feuerwerks werden gezündet. Laserstrahlen ziehen ihre Bahnen durch den Himmel, dazu erklingt sphärische Musik aus den Lautsprechern. Auf der Fußgängerbrücke haben sich viele Besucher positioniert, um das Schauspiel, das von kurzen Pausen unterbrochen ist, zu bestaunen. Und an der Kasse beim Haupteingang werden immer noch fleißig Karten gelöst. Die Parkplatzsuche an diesem Abend dauert eben ...

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