Neustadt FWG zur festen Größe in der Politik gemacht

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40 Jahre lang hat Georg Krack die Politik der Freien Wählergruppe in der Verbandsgemeinde Deidesheim (VG-FWG) maßgebend mitgestaltet. Für seine langjährigen Verdienste ist er deshalb gestern Abend zum ersten Ehrenmitglied der Gruppe ernannt worden.

„Es war ein gemeinsamer Entschluss: Unser Schorsch wird geehrt“, betonte Martina Dopp, Fraktionsvorsitzende der VG-FWG. Die Feierstunde in Forst mit Dreigänge-Menü und individueller Ehrenurkunde war das persönliche Geschenk für den engagierten Kommunalpolitiker, der von 1988 bis 2005 selbst Vorsitzender der Wählergruppe war. Der 75-jährige Krack kann auf eine bewegte politische Laufbahn zurückblicken. Bereits 1973 trat der gebürtige Deidesheimer in die Wählergruppe Helmut Langhauser ein und wurde im darauffolgenden Jahr in den Deidesheimer Stadtrat gewählt. Trotz Wiederwahl musste er 1979 aus gesundheitlichen Gründen eine Wahlperiode pausieren. Ab 1984 saß er im Verbandsgemeinderat. Von 1989 bis 1994 war Krack stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss sowie Vorsitzender im Rechnungsprüfungsausschuss. 1994 wurde er zum Zweiten Beigeordneten und fünf Jahre später zum Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Deidesheim gewählt. Von 2004 bis 2009 war Krack Fraktionsvorsitzender der FWG im Verbandsgemeinderat. Er habe nie Nein gesagt, wenn es geheißen habe, einen Aufgabe zu übernehmen und sich in die Gemeinschaft einzubringen, sagt er rückblickend. Zu den Meilensteinen, die Krack während seiner politischen Tätigkeit mitgetragen hat, gehören der Umbau der Deidesheimer Stadthalle, der Neubau des Verbandgemeinde-Rathauses, der Ausbau der Kläranlage in Niederkirchen sowie die Zusammenlegung der Feuerwehren von Deidesheim, Ruppertsberg und Forst an einem zentralen Standort. Weiter setzte er sich auch für den Erhalt des Schulstandorts in Deidesheim sowie dessen weiteren Ausbau zur Integrierten Gesamtschule ein. „Ich konnte bei wirklich wichtigen Entscheidungen mitwirken“, sagt Krack. Dabei habe sein Hauptinteresse stets einer „vernünftigen Haushaltsführung“ gegolten. Für sein 30-jähriges Mitwirken im Verbandsgemeinderat erhielt er 2014 die goldene Ehrennadel. Zudem sei es ihm gelungen, die Freien Wähler in allen fünf Ortsgemeinden als eingetragene Vereine zu etablieren. „Die FWG ist zu einer festen Größe in der politischen Szene geworden“, sagt Krack. Während seiner Amtszeit sei die Anzahl der Mitglieder auf rund 200 angestiegen. Die FWG ist mittlerweile vom Ortsgemeinderat bis zum Bezirkstag in allen Gremien vertreten. Seine politischen Kollegen schätzten und schätzen an Krack vor allem dessen basisdemokratische Haltung und sein kompetentes Fachwissen. Letzteres brachte er nicht zuletzt dank seiner beruflichen Laufbahn als Betriebsleiter bei der Postbank Haßloch mit. In Haßloch hat er auch seine Ehefrau Friedel kennengelernt. Das Paar heiratete 1961 und hat zwei Söhne sowie drei Enkel. Nachdem sich Georg Krack aus dem politischen Geschehen im vergangenen Jahr zurückgezogen hat, möchte er nun ganz für seine Familie da sein. Langeweile kennt der rüstige Senior nicht. Zu Hause wartet sein Garten, daneben zählt Krack Singen, Schwimmen und Radfahren zu seinen Hobbys. Und seit 1959 ist er zudem noch Hobbywinzer. (vnl)

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